Zum Hauptinhalt springen

Kantonsräte nehmen Surfpark unter die Lupe

Der geplante Surfpark in Regensdorf soll mit überschüssigem Grundwasser betrieben werden. Dies ruft zwei Unterländer Kantonsräte auf den Plan. Sie wollen nun vom Regierungsrat wissen, wieso man dieses Wasser nicht für die Landwirtschaft nutzt.

In Regensdorf ist der Bau eines Surfparks geplant. Nun fragen sich zwei Kantonsräte, ob man das Wasser nicht anders nutzen sollte (Symbolbild).
In Regensdorf ist der Bau eines Surfparks geplant. Nun fragen sich zwei Kantonsräte, ob man das Wasser nicht anders nutzen sollte (Symbolbild).
Keystone

Die Veröffentlichung der Pläne für einen Surfpark sorgte in den letzten Wochen in Regensdorf für Aufregung (Ausgaben vom 3. und 8. Juni). Die Bevölkerung ist geteilter Meinung. Die einen finden die Idee super, die anderen können damit nichts anfangen.

Nochmals zusammengefasst: Der Verein Waveup plant im Regensdorfer Industriegebiet eine künstliche Seeanlage. Mittels Generator werden auf dem Wasser Wellen für Surfer erzeugt. Der See soll mit überschüssigem Grundwasser betrieben werden. Genau das ist den beiden Unterländer Kantonsräten Beat Huber (SVP, Buchs) und Robert Brunner (Grüne, Steinmaur) ein Dorn im Auge.

Wasserent­nahme nicht mehr gestattet

Unmittelbar in der Nähe des künftigen Wellensees befindet sich auf dem Areal der Baufirma Kibag bereits ein Gewässer. Weil Grundwasser in die ehemalige Kiesgrube floss, wandelte sich die trockene Steinmulde in ein Wasserbecken. Und weil ausserdem noch ständig neues Wasser zufliesst, muss das Grundwasser ­abgepumpt werden. Geplant ist, dass dieses überschüssige Wasser künftig für den Betrieb der Surfanlage weitergenutzt werden soll.

Beat Huber und Robert Brunner wenden sich nun mit einer Anfrage an den Zürcher Regierungsrat. Darin sagen sie: «In Regensdorf ist überschüssiges Wasser vorhanden. Gleichzeitig werden die bestehenden Grund­wasser- und Furtbachwasser­kon­zessionen zur Wasserent­nahme für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen nicht mehr verlängert. Daraus ergeben sich offene Fragen.»

Das Wasser für Landwirtschaft nutzen

Die beiden Kantonsräte wollen vom Regierungsrat konkret wissen, ob die Firma Kibag eine Wasserkonzession vom Kanton besitzt. Sie sind der Meinung, dass sich das saubere Grundwasser hervorragend eignen würde, um landwirtschaftliche Produkte zu bewässern. Sie fragen zudem an, von welcher Menge an Wasser man überhaupt spricht.

Huber und Brunner sehen beim überschüssigen Grund­wasser auch eine Lösung für die Probleme im Furtbach bezüglich Wassermenge und -qualität. «Wieso leitet man das saubere Wasser nicht dem Furtbach zu?», heisst es in der Anfrage. Weiter soll der Regierungsrat insgesamt ausführen, wie sich der Kanton zum geplanten Surfpark-Projekt stellt.

Der Zürcher Regierungsrat hat nun drei Monate Zeit, um auf die Anfrage der Kantonsräte zu antworten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch