Obergericht

Kleinere Strafe für Honig-Betrüger

Zuerst hätte er ins Gefängnis sollen, dann wurde das Urteil in eine Geldstrafe umgewandelt. Und nun wurde diese minim reduziert. Die Rede ist vom Deutschen, der in betrügerischer Absicht 5,7 Tonnen Honig an Aldi verkaufen wollte.

Ein 36-Jähriger hat ausländischen Honig als teures Schweizer Produkt zu verkaufen.

Ein 36-Jähriger hat ausländischen Honig als teures Schweizer Produkt zu verkaufen. Bild: Keystone

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Der heute 36-jährige deutsche Straftäter hat die Schweizer Gerichte bereits gehörig beschäftigt. Nun hat das Obergericht des Kantons Zürich im zweiten Berufungsverfahren erneut entschieden und das Strafmass um 5 Tagessätze zu 50 Franken reduziert. Zudem werden ihm zehn Taser-Kartuschen retourniert, da diese nicht als Munition gelten. Der Reihe nach: In betrügerischer Absicht hatte der gelernte Bankkaufmann versucht, Aldi 5,7 Tonnen ausländischen Honigs als teureres Schweizer Produkt zu verkaufen.

Freiheitsstrafe in Bülach verhängt

Das Bezirksgericht Bülach hatte ihn dafür im April 2015 zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Monaten verurteilt. Nicht nur wegen des Honigbetrugs, sondern auch wegen Drohung, illegalen Waffenbesitzes und Versicherungsbetrugs. Dagegen legte der Mann Berufung ein. Das Obergericht wandelte die Gefängnisstrafe in eine Geldstrafe von 255 Tagessätzen zu 50 Franken um, 135 davon bei bedingtem Vollzug.

Der Delinquent gelangte in der Folge ans Bundesgericht. Dieses hiess im Mai dieses Jahres die Beschwerde teilweise gut und wies den Fall ans Zürcher Obergericht zurück. Dieses hat nun ein Urteil gefällt, das sich nur minim vom früheren unterscheidet. So entschied das Gericht, die zehn beschlagnahmten Taser-Kartuschen seien dem Honigbetrüger zurück zu geben, da es sich dabei nicht um Munition handle. Auch wurde der bedingt auf vier Jahre Bewährung angesetzte Anteil von 135 Tagessätzen zu 50 Franken um fünf Tagessätze reduziert. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.10.2018, 17:07 Uhr

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