Kloten

Kloten saniert Strasse durch den Glattaler «Central Park»

Der kürzeste Weg von Kloten nach Wallisellen und Dietlikon wird auf der Klotener Seite komplett saniert. Die Strasse quer durch den Hardwald bleibt daher ab dem 16. Juli bis Ende August unterbrochen.

Der Übergang vom neueren Asphaltband zur alten Holperpiste markiert im Hardwald auch die Grenze zwischen Wallisellen (rechts) und Kloten (links). Foto: Balz Murer

Der Übergang vom neueren Asphaltband zur alten Holperpiste markiert im Hardwald auch die Grenze zwischen Wallisellen (rechts) und Kloten (links). Foto: Balz Murer Bild: Balz Murer

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Der Übergang zwischen alt und neu liegt trennscharf mitten im «Central Park» des Glattals. Dort im Hardwald auf dem Gebiet von Kloten und Wallisellen verläuft eine schmale, aber dennoch beliebte Nebenstrasse. Es ist die einzige noch für den allgemeinen Verkehr freigegebene Direktverbindung zwischen Kloten und Wallisellen sowie Dietlikon.

Vor acht Jahren hatten die Walliseller ihr rund 1,5 Kilometer langes Teilstück umfassend erneuert und dafür rund 570 000 Franken bewilligt. Doch auf Klotener Seite war man sich damals nicht einig über den künftigen Status der Strasse und verzichtete auf eine Sanierung. So endet das feine neue Asphaltband exakt auf der Gemeindegrenze, was immer wieder zu Reaktionen in den Leserbriefspalten führte. Denn auf Klotener Seite verblieb eine merklich holprigere Piste mit Rissen, Schlaglöchern und ausgebrochenen Rändern.

Keine dauerhafte Schliessung

«Wir wussten, dass wir jetzt handeln müssen, denn in den vergangenen Wintern hat die Strasse stark gelitten», sagt Daniel Bär, Leiter Tiefbau der Stadt Kloten. Gestern wurde nun mitgeteilt, dass die Wallisellerstrasse durch den Hardwald saniert wird. Die Verbindung bleibt somit ab Montag 16. Juli bis Ende August für den ganzen Verkehr gesperrt.

Vom Waldrand bei Kloten bis zur Gemeindegrenze wird zur Strassensanierung auf dem rund 850 Metern langen Abschnitt das sogenannte Kaltmischverfahren angewendet. Einerseits um eine kurze Bauzeit zu erreichen und andererseits um die Kosten im Rahmen zu halten. Der Aufwand ist auf total rund 580 000 Franken veranschlagt. Zudem ist diese Art der Strassenerneuerung auch ökologischer, weil die ungenügende Fundation nicht komplett ausgebaggert werden muss. So können unzählige Lastwagenfahrten eingespart werden, mit denen das Material weggeführt sowie neues Kies eingebracht würde.

«Das kommt einer vollwertigen Sanierung gleich», erklärt Bär. Die Strasse solle danach rund 30 Jahre halten. Sie werde daher nicht nur provisorisch geflickt. Das habe man zuletzt fast alle Jahre tun müssen, was auf die Dauer weder wirtschaftlich noch nachhaltig gewesen sei. Denn inzwischen ist klar, dass die beliebte Verbindung auf absehbare Zeit hinaus geöffnet bleibt. «Eine dauerhafte Sperrung ist vom Tisch», bestätigt der städtische Leiter Tiefbau/Unterhalt+Forst.

Zement ins Fundament

Beim Kaltmischverfahren wird das bestehende Kiesbett im Untergrund, unter Beigabe von ein wenig Zement verfestigt und stabilisiert. Das erhöht die Tragfähigkeit der Fundation und verringert die Frostempfindlichkeit. Darauf kann der neue Strassenbelag eingebaut werden. Während der Bauarbeiten im Wald wird keine Umleitung signalisiert. Die Ausweichrouten führen via Bassersdorf oder Opfikon um den Glattaler «Central Park» herum. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.07.2018, 17:17 Uhr

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