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Kloten schliesst 17 Millionen über Budget ab

Weil die relative Steuerkraft der Klotener 2016 tiefer ausfiel als in den Vorjahren, hat die Stadt ihrer Rechnung für 2016 9 Millionen Franken weniger Finanzausgleich belastet. Das ist aber nur einer der Gründe, warum statt des veranschlagten Defizits von 0,6 Millionen ein Plus von 16,4 Millionen resultierte.

Von den ursprünglich geplanten Investitionen von 16,7 Millionen hat die Stadt mit 14,9 Millionen Franken rund 89 Prozent auch tatsächlich 2016 ausgelöst.
Von den ursprünglich geplanten Investitionen von 16,7 Millionen hat die Stadt mit 14,9 Millionen Franken rund 89 Prozent auch tatsächlich 2016 ausgelöst.
Keystone

In der Rechnung von 2016 weist die Stadt Kloten einen Aufwand von 163,3 Millionen Franken und ein Plus von 16,4 Millionen Franken aus. Budgetiert war hingegen ein Minus von 640 000 Franken. Wie die Stadtregierung gestern mitteilte, haben zu dieser Abweichung von 17 Millionen Franken Buchgewinne durch Flughafen-Aktien sowie ausserordentliche Gewinne aus dem Verkauf eines Grundstücks beigetragen (total 5,9 Millionen Franken).

Das mit 9 Millionen Franken grösste Delta ergibt sich aber aus dem Finanzausgleich, beziehungsweise aus dem Betrag, den Kloten 2018 in den Topf wird bezahlen müssen. Die Höhe der so genannten Ressourcenabschöpfung berechnet sich auf der Grundlage der relativen Steuerkraft; also auf dem durchschnittlichen Steuersubstrat pro Einwohner (bei 100 % Steuerfuss).

Damit eine Gemeinde früh genug budgetieren kann, werden jeweils die Daten vom vorletzten Jahr (vor dem Ausgleichsjahr) als massgebend herangezogen. In absoluten Zahlen: Weil Klotens Steuerkraft 2014 bei 5531 Franken pro Kopf lag, zahlte die Stadt für 2016 über 20 Millionen Franken an Ausgleich.

Nun belastet Kloten aber seine Ausgleichsbeträge im Sinne von Rückstellungen jeweils zwei Jahre vor der jeweiligen Jahresrechnung. 2016 haben ein überdurschnittliches Bevölkerungswachstum und eine defintive Veranlagung von Quellensteuern (juristischer Personen) die relative Steuerkraft von Kloten auf 4680 Franken schrumpfen lassen. Direkt wird das zwar erst im Ausgleich 2018 wirksam, gebucht wurde es allerdings schon im letzten Jahr. So ist zu erklären, warum das Budget 2016 zwar noch von 18,6 Millionen Franken ausging, die Rechnung aber 9,6 Millionen an Aufwand ausweist.

Nettoschuld verschoben

Von den ursprünglich geplanten Investitionen von 16,7 Millionen hat die Stadt mit 14,9 Millionen Franken rund 89 Prozent auch tatsächlich 2016 ausgelöst. Tiefer sei der Betrag vor allem bei der Sanierung des Schulhauses Hinterwiden ausgefallen, wo im vergangenen Jahr erst Planungskosten entstanden seien, schreibt die Behörde. Ferner wurde die Eneuerung der Lüftung im Schluefweg auf 2017 verschoben.

Das kleinere Investionsvolumen führte auf der Aufwandseite der laufenden Rechnung zu tieferen Abschreibungen. Mit einer Selbstfinanzierung von 24 Millionen Franken konnten alle Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Damit verschiebt sich die in der Finanzplanung vorhergesehene Entwick-lung des Nettovermögens in Nettoschulden auf der Zeitachse nach hinten.

Der Stadtrat weist allerdings darauf hin, dass die bis 2020 geplanten Investitionen in der Höhe von knapp 115 Millionen Franken zu einer deutlichen Erhöhung der Abschreibungen führen werden. Die Entwicklung der laufenden Rechnung sei deshalb, trotz der erfreulichen Abschlüsse der letzten beiden Jahre, «weiterhin im Auge zu behalten».

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