Eishockey

Kloten steht vor einer breiten Lösung

Sportlich sieht es beim EHC Kloten - nach dem schwarzen Oktober - gut aus. Wie aber steht es um die Nachfolge von Besitzer Hans-Ulrich Lehmann?

Noch ist Hans-Ulrich Lehmann der Besitzer des EHC Kloten. Spätestens Ende Januar will Kloten informieren, wer ihn beerbt.

Noch ist Hans-Ulrich Lehmann der Besitzer des EHC Kloten. Spätestens Ende Januar will Kloten informieren, wer ihn beerbt. Bild: Keystone

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“Es sieht gut aus», hatte Klotens Besitzer Hans-Ulrich Lehmann im September gesagt. Er meinte damit nicht die sportlichen Perspektiven der Mannschaft, die nach dem Abstieg aus der National League in das Abenteuer Swiss League ging. Der Mehrheitsaktionär sprach von seiner Nachfolge. Am 2. Mai 2016 hatte Lehmann die EHC Kloten AG zu seinen Bedingungen übernommen. Seinen Wunsch, den Klub in andere Hände zu übergeben, hat er seit dann mehrmals auch öffentlich geäussert.

Diese Saison soll eigentlich seine letzte sein. Rund fünf Monate vor deren Ende müsste es deshalb in Sachen Lehmann-Nachfolge nicht nur “sehr gut aussehen». Sondern es sollte auch schon einiges konkreter als noch im September sein.

Konkret ist nicht nur, dass es eine neue Lösung geben wird, sondern auch ein Termin: Spätestens Ende Januar wird sie der Öffentlichkeit präsentiert. “Mitte Februar beginnt das Playoff, Spieler, Fans und Sponsoren müssen doch schon vorher wissen, wie es weitergeht», sagt Mike Schälchli. Er ist als Delegierter des Verwaltungsrats der Mann, der den oder die neuen Besitzer suchen und finden soll.

“Wir haben verschiedene Szenarien geprüft, vom Allein-Aktionär bis hin zu einem breiter abgestützten Aktionariat», erklärt Schälchli. Die negativen Aspekte eines einzelnen Besitzers hat Kloten in den letzten Jahren mehrmals gespürt. Der Absprung der ASE aus Nordamerika am 12. März 2016 praktisch über Nacht war das letzte negative Beispiel. Deshalb läuft die Tendenz in Kloten klar auf die Breite. Die Vorstellung ist die, dass sich sechs bis acht Leute im Verwaltungsrat engagieren. Keiner von ihnen muss Millionen einschiessen, aber jeder kann mit einer gewissen Summe helfen. Dahinter steht eine Gruppe von “Freunden» bereit, die in speziellen Situationen aushelfen kann.

Mit diesem Modell können die Aufgaben in der Swiss League gestemmt werden. Diese Saison zum Beispiel dürfte, wenn mindestens die Halbfinals erreicht werden, mit einer schwarzen Null enden. Bei einem Aufstieg - “schnellstmöglich» ist das erklärte Ziel des EHC Kloten, und daran soll sich nichts ändern - muss man sich allerdings bewusst sein, dass da noch mindestens ein grosser Aktionär dazu kommen muss.

Kimis Eishockeyturnier

Kloten setzt auf die Region, und dazu gehört natürlich auch der der Flughafen mit den Airlines und weiteren Betrieben. “Wir wollen aus diesem Gebiet das Netzwerk besser nutzen», sagt Schälchli.

Wer über das Flughafengebiet hinausschaut, sieht sogar noch andere Möglichkeiten. Auch wenn sie ein bisschen im Reich der Spekulationen angesiedelt sind. Ab nächster Saison fährt Kimi Räikkönen in der Formel 1 für das Schweizer Sauber-Team. Und er ist ein sehr guter Freund von Klotens Assistenztrainer Waltteri Immonen. Deshalb engagierte sich Räikkönen zu Immonens Zeiten in Zug auch beim EVZ. Seit Immonen in Kloten wirkt, ist der ehemalige Formel-1-Weltmeister nicht mehr so sehr am EVZ, sondern eher am EHC interessiert. Letzte Woche auf jeden Fall lud er seine “Freunde» zu einem Eishockeyturnier. Gespielt wurde in der Swiss Arena.

Immonen ist vorläufig bis Saisonende verpflichtet. Wird sein Vertrag verlängert, könnte das auch anderweitige Auswirkungen haben. Vielleicht würde sich dann Räikkönens Interesse am Club nicht nur auf ein Plauschturnier mit Freunden beschränken.

Erstellt: 19.12.2018, 17:13 Uhr

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