Kloten

Klotener SVP stellt sich hinter Swiss-Arena-Projekt

Am Klotener Schluefweg soll die Eisbahn für fast 31 Millionen Franken erneuert werden. Als grösste Fraktion im Stadtparlament hat die SVP öffentlich darüber beraten.

So könnte die Swiss Arena mit überdecktem Ausseneisfeld und einer darüber liegenden Terrasse dereinst aussehen. Visualisierung: PD

So könnte die Swiss Arena mit überdecktem Ausseneisfeld und einer darüber liegenden Terrasse dereinst aussehen. Visualisierung: PD

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Dass es ein kostspielieges Unterfangen würde, war allen klar. Und doch reagieren viele erstaunt, wenn sie von der geplanten Eisbahnsanierung am Klotener Schluefweg hören. Denn inklusive einiger markanter Erweiterungen der Anlage rechnet die Stadt als Besitzerin des Eisstadions nun mit fast 31 Millionen Franken Investitionen hierfür. Vor einem Monat hatte der Stadtrat die Pläne unter dem Titel «Stadion Schluefweg, Ersatzneubau 2. Eisfeld» auf den Tisch gelegt.

«Ein happiger Brocken»

In wenigen Wochen dürfte das Vorhaben im Stadtparlament diskutiert werden, danach wird es auch noch zu einer Volksabstimmung kommen. So werden die Klotener Stimmberechtigten voraussichtlich im November dieses Jahres über die Zukunft ihrer grössten und wichtigsten Sportstätte an der Urne befinden.

Silvan Eberhard, Fraktionschef der SVP, meint zum 31-Millionen-Projekt: «Optisch machts einen gelungenen Eindruck, aber die Kosten sind schon ein happiger Brocken.» Als wählerstärkste Partei in Kloten hält die SVP zehn Sitze im 32-köpfigen Stadtparlament. Wie sich die grösste Fraktion positioniert, hat somit entscheidenden Einfluss. In der Vergangenheit fiel die SVP stets durch eine sehr rigide Ausgabenpolitik auf. Weil es nun um so viel geht – noch nie stimmten die Klotener über ein teureres Projekt ab – hat die SVP ihre Fraktionssitzung zum Stadionausbau bewusst als öffentliche Veranstaltung deklariert. Am vergangenen Montagabend trafen sich somit nicht nur die eigenen Parteimitglieder im Eisbahnrestaurant «Buebetrickli», quasi am Ort des Geschehens. Der Abend versprach so etwas wie ein öffentliches Pulsfühlen pro und kontra Stadionausbau zu werden.

Dass etwas getan werden muss, scheint unbestritten. Das wurde schnell klar. Denn der Zerfall des Ausseneisfelds mit der darunterliegenden Autoeinstellhalle ist augenfällig. Falls nichts geschieht, muss dieser marode Aussenbereich in spätestens vier Jahren gesperrt werden – aus Sicherheitsgründen. Die «Tropfsteinhöhle» wie die Tiefgarage auch schon genannt wird, ist der eigentliche Auslöser dieses Grossprojekts.

Betriebskosten senken

Architektenteam, Bauherrenvertreter und die zuständige Stadträtin Regula Kaeser (Grüne) informierte die rund 30 Anwesenden sehr detailliert über alle zwingend notwendigen und auch die zusätzlich eingeplanten Neuerungen vor Ort. Nebst dem Neubau der Tiefgarage und der Überdeckung des heutigen Ausseneisfeldes mit einem geschlossenen Holzbau, sind auch mehr WCs sowie Garderoben, Materialräume und Büros inklusive der Verlegung des Restaurants geplant. Letztlich könnten die Betriebskosten wegen des kleineren Kühlaufwands in einer zweiten kleinen Halle deutlich gesenkt werden, während die Eiskapazität sogar vergrössert würde. Denn heute kann das Ausseneisfeld je nach Witterung gar nicht benutzt werden und um 22 Uhr ist aus Lärmgründen Feierabend, trotz grosser Nachfrage nach freiem Eis. Auf dem Dach der neuen Nebenhalle entstünde zudem eine grosse Terrasse, die auch im Sommer für Events genutzt werden könnte.

Nur zwei Gegenstimmen

Zum Schluss liess der SVP-Fraktionschef nicht nur die gewählten Parlamentsmitglieder, sondern auch die Gäste über das Projekt abstimmen. Nur zwei Hände reckten sich dagegen. Eine gehörte Gemeinderat Ueli Schlatter, der sich schon zuvor kritisch zu den Kosten geäussert hatte und einen Plan B verlangte, sollte das Projekt abgelehnt werden. Auch Ex-Gemeinderat Heinz Eberhard war dagegen. Nebst den hohen Kosten störte er sich an den vielen Wünschen, die man ins Projekt reingepackt habe. SVP-Stapi René Huber wehrte sich: «Ich habe die Wunschliste zu Beginn gesehen. Glaubt mir, wir haben das Projekt schon massiv abgespeckt.»

Erstellt: 17.04.2019, 18:49 Uhr

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