Niederglatt

Koch und Kaminfeger in der Schulstube

Das zukünftige Berufsleben ist nicht schwarz und weiss, sondern so vielfältig, dass fast jeder seinen Traumjob finden kann. Dies vermittelten Gewerbetreibende gestern den80 Sekundarschülern im Schulhaus Eichi in Niederglatt.

Auch Kochlehrling Kai Reichlin und Kaminfegermeister Martin Gähler hofften unter den Niederglatter Schülern Nachwuchs für ihre Berufe zu finden.

Auch Kochlehrling Kai Reichlin und Kaminfegermeister Martin Gähler hofften unter den Niederglatter Schülern Nachwuchs für ihre Berufe zu finden. Bild: Werner Bucher

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Schnuppertage sind für Betriebe aufwändig und bieten Schülern oft nur wenig Möglichkeiten, sich in den verschiedenen Berufsrichtungen umfassend zu informieren. Deshalb hat sich die Leitung der Sekundarschule Eichi in Niederglatt entschlossen, rund zwei Dutzend Unternehmer und Gewerbetreibende aus der Region zur individuellen Präsentation ihres Berufes in zehn Schulzimmer einzuladen.

Klassenlehrer Andreas Keller erklärte dazu: «Im Vorfeld des Infoabends haben wir bei den Schülern abgeklärt, für welche Berufsrichtungen sie sich interessieren und haben dann mit dem Gewerbeverein Niederglatt und Umgebung ein Programm erarbeitet, so dass sich die zukünftigen Lernenden direkt aus erster Hand einen Einblick in verschiedene Berufe machen können.» Und wie Gärtnermeister Thomas Meier als Gewerbe-Verantwortlicher für Schule und Bildung anfügte, habe dies auch den Vorteil, dass die Eltern und Lehrer bei den Präsentationen dabei sein können. Unterstützt wurde der Infoabend durch Karin Leibundgut als schuleigener Berufswahlcoach.

Gefragte Gesundheitsberufe

Für die Berufe im Gesundheitsweisen interessierten sich mehrheitlich die Mädchen. In die zweijährige Berufslehre zur Fachfrau/Fachmann Gesundheit führten Mitarbeiterinnen des Dielsdorfer Gesundheitszentrums ein. Sie stellten die Aufgaben des Begleitens, Pflegens und Betreuens von hilfsbedürftigen Menschen ins Zentrum. Weitere Tätigkeiten wie Pflege, Ernährung, Hauswirtschaft, Materialbewirtschaftung und Administration gehören ebenfalls zu diesem Job. Schulische Voraussetzung für das FAGE ist mindestens Sek B oder ein zehntes Schuljahr. Sehr gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung.

Grosses Interesse zeigten die Schülerinnen auch an den Ausführungen von Zahnarzt Andreas Roth zum Beruf der Dentalassistentin. Dabei wies er nicht nur auf eine gute Schulbildung hin, sondern auch auf körperliches Fitness, die für die anstrengende Tätigkeit notwendig sei. Für ihn sind aktive Beteiligung am Unterricht sowie die Persönlichkeit wichtige Faktoren für eine Anstellung. Sekundarschülerin Driona fand: «Ich habe heute sehr viel über meinen zukünftigen Traumberuf erfahren und werde mich danach richten.» Für Schüler und Eltern war der Infoabend lehrreich und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Jungs neigen zum Handwerk

Bei den Burschen standen Berufe des Autogewerbes im Vordergrund, ebenso solche der Bau- und Transportbranche, wo das Eberhard Unternehmen gleich acht verschiedene Berufe vorstellte. Die Sparten Schreiner, mit Fachrichtung Möbel/Innenausbau, Zimmermann und Metallbauer waren mit elf Interessenten sehr gut besucht. Das gleiche gilt auch für die Sanitär- und Heizungsinstallateure, die Bauzeichner oder die kaufmännischen Berufe.

Dem «Schmitten»-Wirt Samuel Hauser war es ein Anliegen, die viele Vorurteile gegenüber den Berufen in der Gastronomie zu entkräften und wies auf die Entfaltungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen als Koch hin. Eine Kostprobe seines Könnens gab Lehrling Kai mit einer Chocolate au Mousse.

Der vielseitige Beruf des Kaminfegers fand hingegen kaum Beachtung, obwohl Martin Gähler auf dessen Notwendigkeit hinwies. Trotzdem wünschte er, wie es sich für einen Kaminfeger gehört, allen zukünftigen Lernenden viel Glück und Erfolg in allen Lebenslagen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 09.11.2017, 17:22 Uhr

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