Wallisellen

Kräfte in Wallisellen neu verteilt

Verliererin der Gemeinderatswahlen in Wallisellen ist die FDP. Sie büsst einen Sitz ein, obwohl sie mit drei Kandidaten zur Wahl angetreten ist. Das Gemeindepräsidium geht von der SVP an die SP.

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Die Ausgangslage vor den Erneuerungswahlen für den Walliseller Gemeinderat versprach Spannung. Gleich vier Abgänge – Bernhard Krismer (SVP), Barbara Neff (SP), Linda Camenisch (FDP) und René Dieterle (parteilos) – waren zu verzeichnen. Diese vier Sitze besetzen seit gestern zwei Kandidaten der SVP (Esther Müller und Thomas Eckereder), ein Grüner (Philipp Maurer Murbach) und die Parteilose Verena Frangi Granwehr.

Bei einer Stimmbeteiligung von 33 Prozent erreichte Eckereder mit 1558 Stimmen das beste Resultat der neuen Kandidaten, gefolgt von seiner Parteikollegin Müller, die 1528 Stimmen für sich verbuchen konnte. Maurer Murbach (1487 Stimmen) und Frangi Granwehr (1430 Stimmen) komplettieren in der kommenden Legislatur die siebenköpfige Exekutive.

Ebenfalls das absolute Mehr von 1215 Stimmen hat Martin Schmid (FDP) mit 1396 Stimmen erreicht. Er schied aber als Überzähliger aus.

Das absolute Mehr verpasst haben Angelika Nido Wälty (Die Mitte) mit 1200 Stimmen, Richard Diserens (FDP) mit 1167 Stimmen und Evelyne Sydler (GLP) mit 1054 Stimmen.

Die drei Bisherigen schafften die Wiederwahl ohne Probleme und belegten in der Ausmarchung die obersten Plätze. Das beste Resultat erzielte Tobias Meier Kern (Die Mitte) mit 1998 Stimmen, gefolgt von Jürg Nie­derhauser (FDP) mit 1981 Stimmen und Peter Spörri (SP) mit 1960 Stimmen.

FDP will in vier Jahren zweiten Sitz zurückerobern

Die SVP konnte somit ihren Sitz verteidigen und gar noch einen zweiten Sitz dazugewinnen. Die FDP hingegen verliert einen Sitz. «Martin Schmid haben nur 34 Stimmen gefehlt», gab Patrik Blöchlinger, Präsident der Walliseller FDP, zu bedenken. Natürlich könne man mit dem Sitzverlust nicht zufrieden sein. Die beiden Kandidaten, die nicht in den Gemeinderat einziehen konnten, seien sehr unterschiedlich gewesen. Während Martin Schmid in Wallisellen bekannt und gut vernetzt ist, sei er politisch noch nicht in Erscheinung getreten.

Richard Diserens hingegen bringe als ehemaliger Präsident der Rechnungsprüfungskommission von Unterengstringen politische Erfahrung mit, wohne aber noch nicht lange genug in der Gemeinde, um über die notwendigeBekanntheit zu verfügen. Für Blöchlinger ist aber jetzt schon klar, dass die FDP ihren Anspruch auf zwei Sitze im Walliseller Gemeinderat in vier Jahren erneut geltend machen will. «Wallisellen wäre ohne die FDP nicht diese grossartige Gemeinde, die sie heute ist», sagte Blöchlinger.

Kein Rekurs gegen Präsidiumswahl

Peter Spörri, der seit 2006 dem Gemeinderat angehört, wurde mit 1440 Stimmen zum Gemeindepräsidenten gewählt. Er übernimmt das Amt von Bernhard Krismer (SVP). Spörris Konkurrentin Esther Müller verfehlte mit 1059 Stimmen das absolute Mehr von 1376 deutlich.

Müller hatte im Vorfeld des Wahlgangs beim Bezirksrat Bülach Stimmrechtsrekurs eingereicht. Der Grund: Auf dem Beiblatt zum Wahlzettel für das Präsidium hatte die Gemeinde hinter Spörris Namen fälschlicherweise «bisher» vermerkt. Hinter Müllers Namen stand korrekt «neu». Weil das Ergebnis nun sehr deutlich ausgefallen ist, werde sie ihren Rekurs wohl zurückziehen, meinte Müller. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 16.04.2018, 09:27 Uhr

Peter Spörri (SP), neuer Gemeinde­präsident von Wallisellen

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