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Kulinarik verbindet sich mit Kultur

Das «Lägernstübli» in Boppelsen ist zwar eine Dorfbeiz, doch profitieren auch Auswärtige vom vielfältigen Angebot. Pächter Peter Buff hat immer wieder Ideen, wie er die Gäste mit schmackhaftem Essen verwöhnen und auf vielfältige Art unterhalten kann.

Peter Buff ist Pächter des Restaurant Lägernstübli und bietet seinen Gästen mit verschiedenen Anlässen mehr als nur Speis und Trank.
Peter Buff ist Pächter des Restaurant Lägernstübli und bietet seinen Gästen mit verschiedenen Anlässen mehr als nur Speis und Trank.
Balz Murer

Der Zeit voraus war Peter Buff als er vor sechs Jahren begann, vegane Menüs anzubieten. «Damals war das eine ausgefallene Idee, die Aufmerksamkeit erregte», sagt er. Er sei selber erstaunt gewesen über das grosse Echo. Mittlerweile gibt es im Lägernstübli in Boppelsen zwei verschiedene Speisekarte, die eine klassisch, die andere vegan. Neben dem traditionellen Angebot gibt es im Moment aktuelle Sommergerichte, die unter dem Motto «Märchen, Legenden, Magie» stehen. Dazu gehören zum Beispiel Cordon bleu, Lamm und Vitello Tonnato mit jeweils einer Prise Exotik.

Veganer können aus Variationen des klassischen Angebots wählen: Das Club Sandwich wird mit Seitan-, ein Getreideerzeugnis, statt Pouletschnitzel serviert, und sogar der Bopplisser Wurst-Käse-Salat ist in veganer Variante erhältlich. «Das kommt bei den Gästen sehr gut an», berichtet der Wirt. Besonders beliebt sei die kombinierte Küche bei Gruppen, bei denen sich die einen für eine vegetarische oder vegane Lebensweise entschieden haben, die andern aber ganz gern Fleisch essen.

Eine Vernissage als Auftakt

Das «Lägernstübli» bietet neben dem Essen auch ein kulturelles Programm. Peter Buff, der früher den «Frohsinn» in Otelfingen geführt hat, kennt viele Leute in der Region. Ein Gast hat ihn vor rund vier Jahren gefragt, ob er seine Fotos im Restaurant ausstellen könne. Der Wirt liess sich darauf ein und offerierte den Apéro für die Vernissage. Das war der Anfang für ein abwechslungsreiches kulturelles Angebot. «Es geht nicht darum, etablierte Künstler auftreten zu lassen», sagt Peter Buff.

Vielmehr wolle man eine Plattform bieten, damit Leute aus der Umgebung ihre Werke vorstellen können. «Das kann auch mal eine Lesung sein oder ein Konzert, eine Filmvorführung oder eine Bilderausstellung.» In der Regel sind solche Anlässe mit einem Drei-Gang-Menü für 30 Franken kombiniert. Ein Konsumationszwang besteht jedoch nicht. «Wir verlangen keinen Eintritt, freuen uns aber, wenn die Leute etwas essen oder trinken.» Die ungefährt einmal pro Monat stattfindenden kulturellen Anlässe tangieren den übrigen Restaurantbetrieb nicht. «Wir bedienen die Gäste wie gewohnt im Lokal und auf der Terrasse.»

Bei diesem Konzept sei schwierig abzuschätzen, wie viele Leute sich für die jeweilige Veranstaltung interessieren. «Manchmal stehen 20 da, es ist aber auch schon vorgekommen, dass niemand Interesse zeigte.» Als nächstes findet das Sommernachtsfest am Freitag, 25. August, statt mit Unterhaltungsmusik des Lägere Duo. «Das wird ein schöner Abend, erfahrungsgemäss tanzen die Gäste auch», betont Peter Buff.

An allen Fronten im Einsatz

Nachdem die Genossenschaft (siehe Kasten rechts) das Zepter über das «Lägernstübli» übernommen hatte, wurde Peter Buff angefragt, ober er die Pacht übernehmen wolle. «Ein Jahr lang führte ich den ‹Frohsinn› in Otelfingen und die Bopplisser Dorfbeiz gleichzeitig. Da kam ich schon an meine Grenzen», sagt er. Aber auch mit einem Restaurantbetrieb hat der 54-Jährige immer noch alle Hände voll zu tun. Er hat die klassische Ausbildung in der Gastronomie durchlaufen und steht auch mal selber am Herd, wenn Not am Mann ist. Erst kürzlich hat er aber wieder einen Koch anstellen können, nachdem der andere weggezogen war.

Seit fünf Jahren arbeitet seine Schwester Daniela Bossi im Betrieb mit und kümmert sich um den Service. «Wir ergänzen uns gut», sagt Peter Buff. Das «Lägernstübli» ist am Donnerstag geschlossen, bleibt aber den Sommer über an allen anderen Tage geöffnet. «Viele Restaurants in der Umgebung machen jetzt Betriebsferien, davon profitieren wir.»

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