Flughafen

Lange Warteschlangen am Flughafen vor neuen Passkontroll-Schleusen

Eigentlich sollten die automatischen Passkontrollen für kürzere Wartezeiten bei der Einreise sorgen. Derzeit aber passiert der Unwissenheit der Passagiere wegen genau das Gegenteil.

Die automatische Passkontrolle am Flughafen soll dereinst die Wartezeit für Einreisende verkürzen.

Die automatische Passkontrolle am Flughafen soll dereinst die Wartezeit für Einreisende verkürzen. Bild: Francisco Carrascosa

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Um die neuen Schleusen nützen zu können, muss ein Reisender mehrere Bedingungen erfüllen: Erstens muss er im Besitz eines biometrischen Passes und zweitens mindestens 18 Jahre alt sein, sowie drittens aus einem EU-Land oder der Schweiz stammen. Mit der Einführung der automatischen Passkontrolle am Flughafen Zürich sollte eigentlich die Wartezeit für die Einreise verkürzt werden – das könnte dann auch tatsächlich eines Tages der Fall sein. Vorläufig aber führen die neuen Schleusen, beziehungsweise deren Benutzung, zu längeren Wartezeiten für einreisende Passagiere.

So mussten sich am vergangenen Wochenende teils hunderte Fluggäste in den Warteschlangen in Geduld üben. «Die Wartezeit betrug maximal 50 Minuten», sagt Sonja Zöchling von der Pressestelle des Flughafens. Viele Einreisende hätten die automatischen Passkontrolle nutzen wollen, obwohl sie teilweise die Bedingungen hierfür nicht erfüllten. Was schliesslich dazu führte, dass sich übermässig grosse Warteschlangen bildeten, weil es einfach nicht mehr vorwärts ging .

Zöchling erklärte weiter, dass die Umbauarbeiten in der Halle noch im vollen Gang seien. Erst im nächsten Frühling würden die Arbeiten abgeschlossen sein. «Dann steht auch mehr Platz zur Verfügung, den wir geschickter nutzen können», so Sonja Zöchling. Konkret könnten dadurch die Schalter besser verteilt werden.

Mehr besetzte Schalter während der Ferienzeit

Dass sich einige der Einreisenden darüber ärgerten, dass trotz der langen Warteschlange einige Schalter nicht besetzt waren, sei durchaus nachvollziehbar. Die Passkontrolle sei eine hoheitliche Aufgabe, welche am Flughafen im Verantwortungsbereich der Kantonspolizei Zürich läge.

Angesprochen auf dieses Problem, sagt Marc Besson, Sprecher der Kapo Zürich: «Es waren nicht weniger Schalter offen als sonst». Man sei sich aber durchaus bewusst, dass in Spitzenzeiten, wie zum Beispiel während der bevorstehenden Herbstferien, mehr Personal eingesetzt werden muss. «Anhand unserer Erfahrungswerte planen wir das entsprechende Aufgebot.» Deshalb werden während der kommenden Ferienzeit mehr Schalter besetzt sein.

Erstellt: 03.10.2017, 16:21 Uhr

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