Niederhasli

Marschparade, die sich sehen lässt

Der Musiktag Zürcher Unterland glänzte mit einer Marschparade durchs Dorf mit 800 Musikerinnen und Musikern. Die zwei Tage davor waren ebenfalls der verschiedensten Musikstilen verpflichtet.

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Die Dorfmitte in Niederhasli veränderte sich letzten Sonntag in eine einzige Konzertbühne. Zum Musiktag Zürcher Unterland präsentierten die teilnehmenden Orchester eine Marschmusik-Parade, die ihren Namen verdiente. In farbigen Uniformen, angeführt von den Fahnenträgern marschierten 21 Musikvereine im Fünfminutentakt die Dorfstrasse entlang und präsentieren dem Publikum und der sie bewertenden Jury ihre Leistungen.

War die Marschparade eines der Höhepunkte, gehörte sie keineswegs zum einzigen Glanzstück des Tages – oder des Wochenendes. Der diesjährige Organisator des Musiktags Zürcher Unterland, die Musikgesellschaft Niederhasli, verlängerte den Anlass zu dreitätigen Musiktagen, die vom Freitag an viele Acts für Musikfans boten. (siehe Kasten)

Eglisau an der Spitze

Musiziert wurde am Sonntag vom frühen Morgen an. Nach einem Empfang der Vereine zum Apero gab es für die 25 teilnehmenden Vereine in der Turnhalle Rossacker, der reformierten Kirche und dem Festzelt Bewertungsvorträge in den Bereichen Konzert- und Unterhaltungsmusik, bei denen die Punktehöchstzahl die Brassband Eglisau (1. Stärkeklasse), der Musikverein Dietlikon (2. Stärkeklasse) und der Musikverein Niederweningen (3. Stärkeklasse) erreicht haben.

Die Brass Band Eglisau war auch an der Marschparade mit 90,75 von 100 Punkten der Sieger. Die Stadtmusik Bülach und die Stadtmusik Lenzburg holten die Plätze zwei und drei. Die vierköpfige Jury mass die Leistungen in sieben Kriterien; Stimmung und Intonation, Tonkultur, Rhythmus und Metrum, Dynamik und Klangausgleich, Technik und Artikulation, musikalischer Ausdruck sowie Interpretation.

Perfekte Vorbereitung war entscheidend, wie Martin Stolz, Dirigent des Musikvereins Neerach erklärte. «Im Prinzip wissen die Musiker auswendig wie abläuft. Der Anfang mit dem Stockwurf ist zwar entscheidend aber alles andere ist einstudiert, und was ich mit dem Tambourmajorstock mache, ist reine Show.»

Der Hitze widerstanden

Von den rund 400 Besuchern am Sonntag waren auch Ruth und Werner Tschannen aus Nürensdorf anwesend. «Wir wollten hören, wie die Vereine es machen; so etwas sieht man nicht jeden Tag», sagte Ruth Tschannen. Werner Tschannen singt im Männerchor Nürensdorf und beide sind allgemein musikinteressiert. «Es ist etwas anderes, diese Musik beim Marsch und nicht in einer Halle zu sehen.»

Und es handelte sich schliesslich um 800 Musikerinnen und Musiker. Auch wenn den Vereinen wegen der hohen Temperaturen erlaubt wurde, ohne Jacket aufzutreten, standen die meisten Vereine in voller Montur am Start. «Wir spielen immer in kompletter Uniform, es sieht sicher schöner aus», sagte Präsidentin der Stadtmusik Kloten, Marit Grunert. Besonders schön war es dann, als alle 800 Musiker und Musikerinnen am Gesamtchor auf der Schulhauswiese die Stücke «Zürcher Unterländer Musikante» und «One of Us» unter der Direktion von Martin Schiesser anstimmten.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.06.2018, 17:36 Uhr

Unterschiedliche Stilrichtungen

Die Musiktage Niederhasli fingen am letzten Freitagabend mit einem festlichen Auftritt der Gastgeber an. Das 60-köpfige Harmonieorchester Musikgesellschaft Niederhasli zeigte im Festzelt ein breites Repertoire im Unterhaltungsmusik. Abwechslung gab es danach mit der Band Funky Zoo. Danach war bis spät in die Nacht der Barbetrieb mit Dj Sergio, der auch denn Samstag musikalisch ausklingen half. Der Samstagnachmittag gehörte dem Nachwuchs der Musikgesellschaft Niederhasli – der Young Band.

Die Swing Kids waren ebenfalls von der Partie. Den Abendact präsentierte die Bluesrock Coverband Bony Moronie, welche von einer vierten Primarschulklasse aus dem Schulhaus Rossacker verstärkt wurde. Die ersten zwei Tage lockten insgesamt rund 1500 Besucher an das Fest. Für den OK-Präsidenten Thomas Brändli und sein Team natürlich ein voller Erfolg. «Wir wollten unterschiedliche Stilrichtungen bieten und die Stimmung war fantastisch.» Auch am Sonntag, den er als «grandios» bezeichnete. «Wir haben ausserordentlich positive Rückmeldungen erhalten. Alles in der Organisation hat reibungslos funktioniert. Es war ein wirklich grossartiges Musikfest.»

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