Wallisellen

Matchstrafe für den freien Himmel

Seit Jahrzehnten spielt der EHC Wallisellen nicht gegen andere Teams, sondern auch gegen das Wetter. Dies soll sich nun ändern. Derzeit wird ein Vorprojekt zur Überdachung des Eishockeyfeldes ausgearbeitet.

Die Idylle unter freiem Himmel könnte in Wallisellen mit dem geplanten Dach bald zu Ende sein.

Die Idylle unter freiem Himmel könnte in Wallisellen mit dem geplanten Dach bald zu Ende sein. Bild: Johanna Bossart

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Die meisten Unterländer Eishockeyclubs können ihre Trainings und Heimspiele unter einem Dach austragen. Der EHC Bülach hat die Hirslen, der Eissportverein Dielsdorf-Niederhasli die Erlen und der EHC Kloten die National-League-A-tauliche Swiss Arena. Auch der Zweitligist EHC Bassersdorf oder die Senioren des EHC Glattbrugg geniessen am Schluefweg Gastrecht.

Einzig der EHC Wallisellen spielt im Sport- und Erholungszentrum unter freiem Himmel – vielleicht aber nicht mehr lange. Denn der Walliseller Gemeinderat beabsichtigt, über dem Eishockeyfeld ein Dach zu errichten. Dafür hat er einen Kredit von 86 400 Franken genehmigt, womit nun ein Vorprojekt ausgearbeitet werden kann. Das Sport- und Erholungszentrum – im Volksmund Spöde genannt – ist die Heimstätte des EHC Wallisellen.

Wichtig auch für Junioren

Seit der Eröffnung der Anlage im Jahr 1970 kann der 1964 gegründete Verein seine Spiele zwar auf eigenem Eis aber eben unter freiem Himmel bestreiten. Heute zählt der Klub über 150 Mitglieder, verfügt neben dem Fanionteam in der 2. Liga auch über eine Seniorenmannschaft und Nachwuchsteams in allen Alterskategorien. Mit dem EHC Dübendorf wurde vertraglich vereinbart, dass die die Nachwuchsförderung gemeinsam forciert wird. Dieser Pool wird ergänzt durch die GCK Lions und den ZSC Lions.

«Gerade die heutigen Junioren sind es sich gewohnt, unter einem Dach zu spielen», sagt EHCW-Präsident Philipp Landolt. Um gute Nachwuchsspieler längerfristig für den EHCW zu gewinnen und so konkurrenzfähig zu bleiben, sei ein Dach heute notwendig, findet er weiter. Ausserdem würde ein Dach einen geregelten Trainings- und Meisterschaftsbetrieb sichern, ohne dass witterungsbedingte Einflüsse wie zu starke Sonneneinstrahlung oder Regen die Partien beeinflussen.

Nicht zuletzt sei die Situation in Wallisellen im Vergleich zu anderen Vereinen auch eher eine Seltenheit. «Der EHC Wallisellen ist neben dem EHC St. Moritz der einzige 2.-Liga-Klub in der Region Ostschweiz, der seine Spiele nicht unter einem Dach austragen kann», fährt Landolt fort.

Nicht nur Eishockeyaner würden vom Dach profitiern

Ob die Überdachung als reiner Deckel oder sogar als richtige Halle konzipiert wird, ist derzeit noch nicht bestimmt. Das Hauptanliegen des EHC wäre mit einem einfachen Dach erfüllt, sagt Landolt. Dieses würde auch nicht nur dem EHC dienen, da nicht nur die Eishockeyaner das Eis für sich alleine in Anspruch nehmen. «Auch der Schlittschuhclub würde von einer Überdachnung profitieren», erklärt der Verienspräsident.

Der Zeithorizont und die konkreten Kosten für die Überdachung sind derzeit noch nicht bestimmt. Wünschenswert sei und angestrebt werde allerdings, dass die Stimmberechtigten noch in diesem Jahr über den Objektkredit befinden können.

Erstellt: 01.06.2017, 14:14 Uhr

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