Zürich Openair

Mehrere Weltstars am Zürich Openair

Die Organisatoren des Zürich Openairs haben für das kommende Festival wieder mehrere Top-Stars gebucht. Vielleicht ist es sogar das beste Line-Up, welches es in Rümlang je zu sehen und zu hören gab.

Immer mehr Gäste pilgern ans Zürich Openair. Hier die Hauptbühne im Jahr 2015.

Immer mehr Gäste pilgern ans Zürich Openair. Hier die Hauptbühne im Jahr 2015. Bild: Archiv

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Die Organisatoren des Zürich Openairs konnten für das kommende Festival einmal mehr einige grosse Namen verpflichten. Die Headliner heissen Calvin Harris, Swedish House Mafia, Macklemore und The Chemical Brothers: Zusammen zählen die Musiker über 15 Millionen Follower auf Instagram, wobei alleine Calvin Harris 10,2 Millionen davon beisteuert. Er ist sicherlich der bekannteste Act, der Ende August in Rümlang auftreten wird.

Harris wurde zuletzt vom Wirtschaftsmagazin «Forbes» zum sechsten Mal infolge zum bestbezahltesten DJ und Produzenten des Jahres ernannt. Er soll alleine im Jahr 2018 rund 48 Millionen Franken verdient haben. Lediglich 19 andere Musiker verdienten im vergangenen Jahr noch mehr. Kürzlich äusserte sich der Schotte in einem Interview mit der Radioshow von «Boogie & Arlene» zu seiner Zukunft: «Ich will nicht mehr auf Tour gehen. Ich bin zu alt. Für mich persönlich liegen meine Stärken im Studio. Das ist das, was ich am meisten geniesse.» Dennoch haben es die Organisatoren geschafft, den 35-Jährigen für einen Auftritt in Rümlang zu buchen. Es dürfte also eine einmalige Gelegenheit sein, den DJ nochmals live in der Schweiz zu sehen.

Ein Altbekannter

Mit 4,4 Millionen Followern auf Instagram ist Macklemore der zweitbekannteste Act, der am Zürich Openair auftreten wird. Er schliesst das Festival am Samstagabend ab. In seinen Songs schlägt er oft politische Töne an: Die Texte sind sozialkritisch, thematisieren Drogenkonsum oder auch die gleichgeschlechtliche Ehe. Weltweite Bekanntheit erlangte der Musiker aus Seattle dank der Single «Thrift Shop», welche er zusammen mit Ryan Lewis und Wanz aufgenommen hat. Das offizielle Video zum Song wurde auf Youtube bereits über 1,2 Milliarden Mal angesehen. Macklemore trat in den vergangenen Jahren öfter in der Schweiz auf. Er war unter anderem zu Gast beim Open Air Frauenfeld, beim Open Air St. Gallen und im Zürcher Hallenstadion. In diesem Jahr ist sein Auftritt am Zürich Openair voraussichtlich sein einziger in der Schweiz.

Eine Reunion

Mit der Swedish House Mafia tritt in Rümlang ein weiterer grosser Act aus der elektronischen Tanzmusik-Szene auf. Die Gruppe setzt aus den drei erfolgreichen DJ’s Axwell, Steve Angello und Sebastian Ingrosso aus Schweden zusammen. Speziell: Das Trio überraschte im vergangenen Jahr nach zahlreichen Spekulationen beim Ultra Music Festival in Miami mit einem furiosen Comeback. Die Gruppe löste sich im Jahr 2013 nämlich auf. Nun ist das Trio zurück und geht in diesem Jahr wieder auf Tournee. Mit dem Track «Don’t You Worry Child» veröffentlichte die Gruppe im Jahr 2012 ihre erfolgreichste Single.

Einer für die ältere Garde

Im Gegensatz zu den anderen Headliners, dürften The Chemical Brothers dem jüngeren Publikum weniger bekannt sein. Das britische Electronica-Duo aus Manchester bestehend aus Tom Rowlands und Ed Simons ist in den späten 1990er-Jahren populär geworden. Mit dem Song «Setting Sun» erreichten sie im Jahr 1996 erstmals die Spitze der britischen Charts. Die beiden Engländer verbinden mehrere Musikrichtungen miteinander: Techno und Rock'n'Roll, Funk mit digitalen Komponenten sowie Hip Hop. The Chemical Brothers fielen auch durch spektakuläre, teils preisgekrönte Musikvideos auf. Die Clips zu «Star Guitar», «Let Forever Be» und «Go» wurden von dem oscarprämierten französischen Regisseur Michel Gondry entworfen.

Erstellt: 12.04.2019, 17:14 Uhr

Organisatoren erwarten Rekordzahlen

Im August wird das Unterland zum musikalischen Mittelpunkt der Schweiz. Dann wird in Rümlang, direkt neben dem Flughafen, das Zürich Openair stattfinden. Das Line-Up ist gespickt mit Weltstars. So wird neben Calvin Harris und Macklemore unter anderem auch die Swedish House Mafia einen Auftritt beim Festival haben. Um diese Acts zu engagieren, dürften die Veranstalter viel Geld in die Hand genommen haben. Rolf Ronner, Geschäftsführer des Zürich Openairs, hält sich bedeckt: «Zu Budget und Gagen können wir keine Angaben machen.»

Das diesjährige Line-Up scheint jedoch erfolgsversprechend zu sein. «Der Vorverkauf läuft sehr gut. Wir erwarten für dieses Jahr einen neuen Besucherrekord», führt Rolf Ronner aus. Erste Ticket-Kontingente seien schon bald ausverkauft. Für den Geschäftsführer ist klar: «Das Zürich Openair entwickelt sich zur Erfolgsgeschichte.»

Erfahrungsgemäss reisen 15 Prozent der Besucher aus dem Ausland an. Der Frauenanteil liegt laut Ronner bei ungefähr 53 Prozent. Das ausgewogene Verhältnis zwischen den beiden Geschlechtern verspricht also auch einen hohen Flirt-Faktor. Das Durchschnittsalter liegt bei knapp über 25 Jahren.

Beim diesjährigen Festival ist ein klarer Trend hin zur elektronischen Musik ersichtlich. In den vergangenen Jahren setzten die Organisatoren des Zürich Openairs vermehrt auf Hip Hop und Rock. «Die Gestaltung des Programms hat sehr viel mit der Verfügbarkeit der jeweiligen Acts zu tun», erklärt Rolf Ronner. Es gehöre aber immer auch ein bisschen Glück dazu, wenn man einen Weltstar verpflichten wolle.

Openair bleibt trotz wegfallender Fläche in Rümlang

Die Glatt soll künftig nicht mehr schnurgerade dem westlichen Ende des Flughafens entlang verlaufen, sondern mäandrierend, wie sie es vor der Korrektur getan hat. Grund dafür sind Ausbauten am Flughafen, welche flächenmässig kompensiert werden müssen. Die Renaturierung des 2,7 Kilometer langen Teilstücks der Glatt hat auch Auswirkungen auf das Zürich Openair. Dies berichtete der «Klotener Anzeiger» am Donnerstag. Eine Auswertung des derzeit aufliegenden Plangenehmigungsgesuchs zeigt: Von den rund 95000 Quadratmetern, auf denen das Openair bislang stattfand, bleiben nach der Renaturierung noch knapp 75000 Quadratmeter übrig. Eine Fläche von knapp drei Fussballfeldern fällt somit weg. Die Folgen: Die rund 80000 Besucher und 3000 Zelte müssen künftig näher zusammenrücken. Rolf Ronner, Geschäftsführer des Zürich Openairs, sagt gegenüber dieser Zeitung: «Wir wissen von dem Projekt. Dieses ist aber erst in zwei bis drei Jahren spruchreif.» Bis dahin suche man nach Lösungen. «Klar ist, wir halten an unserem Standort in Rümlang fest. Das Zürich Openair ist durch die Renaturierung der Glatt nicht gefährdet.» (fzw)

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