Kloten

Mit mobiler Sperre Wasser stauen, auffangen oder umleiten

Die Stützpunktfeuerwehr Kloten hat sich am Mittwochabend eine mobile Wassersperre zeigen lassen. Diese lässt sich schnell, flexibel und einfach anlegen.

Ruedi Jungen (Mitte) erklärt Feuerwehrleuten die Funktionsweise der mobilen Wassersperre.

Ruedi Jungen (Mitte) erklärt Feuerwehrleuten die Funktionsweise der mobilen Wassersperre. Bild: bst

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Im Falle eines Grossbrandes in der Stadt Kloten, für dessen Bekämpfung die vorhandenen Hydranten nicht ausreichen, muss Wasser aus dem Altbach abgepumpt werden können. Das Gewässer ist jedoch an vielen Stellen sehr seicht, was das effiziente Ansaugen mit der Motorspritze schwierig macht.

An einigen Stellen, wo sich Schächte befinden, ist das Wasser zwar etwas tiefer – aber eben nur dort, und nicht genau an der Stelle, wo vielleicht gerade dringend Wasser benötigt wird. Aus diesem Grund liess sich das Kommando der Stützpunktfeuerwehr Kloten eine mobile Kunststoffwassersperre vorführen, mit welcher der Bach gestaut werden kann.

Richtet sich selber auf

Nach einer Demonstration auf dem Trockenen gingen die Klotener Feuerwehrleute mit der gelben Kunststoffplane in den Altbach, um die Schnellstaustufe auszuprobieren. Auch Vertreter der Feuerwehr Oberglatt nutzten die Gelegenheit, um bei der Demonstration dabei zu sein.

Tatsächlich war die PVC-Sperre innert weniger Minuten ausgerollt und mit Steinen am Rand befestigt. Wunschgemäss richtete sich der Wasserzaun dann durch das hineinströmende Wasser auf und staute so den Bach auf eine Höhe von 50 cm. «Das war sehr eindrücklich», meinte Martin Schwarz, Stabsoffizier Feuerwehr Kloten/Leiter Technik nach der Vorführung.

Im Anschluss an die Demosntration wurde mit einer kleineren Sperre gezeigt, wie Wasser eines Starkregenfalls aufgefangen und umgeleitet werden kann. Der Wasserzaun kann auch dazu benutzt werden, um verschmutztes Löschwasser aufzufangen oder umzuleiten.

Anschaffung noch offen

Vertreiber des mobilen Wasserzauns Water-Gate, welcher in Kanada hergestellt wird, ist Ruedi Jungen, pensionierter Feuerwehroffizier aus Frutigen im Kanton Bern. Er ist Inhaber der Firma Hochwasserschutz und derart von seinem Produkt überzeugt, dass er damit landauf landab bei Feuerwehrkorps vorstellig wird und auch Feuerwehrkräfte in Deutschland und Österreich davon zu überzeugen versucht.

Aber auch Private kaufen bei Ruedi Jungen Watergate, beispielsweise um damit ihre Garageneinfahrten vor Hochwasser zu schützen. Die Wassersperre gibt es in verschiedenen Längen und Stauhöhen.

Die Demonstration der flexibel einsetzbaren Wassersperre hat beim Kommando der Stützpunktfeuerwehr Kloten einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, wie Martin Schwarz erklärte. Ob tatsächlich eine solche gekauft wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch offen.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 18.08.2016, 15:40 Uhr

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