Rümlang

Mit tierischem Spass den Winter vertrieben

«Tierisch guet» lautete das Motto der diesjährigen Rümlanger Fasnacht. Und es bescherte den Organisatoren einen Zuschauer- und Teilnehmerrekord.

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Tierischer Ausnahmezustand herrschte am sonntäglichen Fasnachtsumzug in Rümlang. Vertreter der Fauna aller fünf Kontinent bis hin zur gelben Quietschente beherrschten das Bild. Kein Wunder: Das Motto lautete «Tierisch guet». Am Umzug bekamen die Masken- und Kostümträger nochmals eine Gelegenheit, ihr närrisches Treiben auszuleben. Bereits am Freitag an der «Buure Fasnacht» oder am samstäglichen Maskenball hatten sie es zelebriert. Und weil das Wetterglück den Rümlangern hold war, waren besonders viele Kinder am Umzug dabei. Die Mitglieder des organisierenden Musikvereins Rümlang konnten sich einmal mehr über einen (feucht-)fröhlichen und unfallfreien Fasnachtsumzug freuen.

Konfetti-Grossangriff auf mehrere Personen

Kurz nach dem Start des Umzuges kam es zu einem ersten Konfetti-Grossangriff auf die Besucherinnen und Besucher des Restaurants Romantica. Urheber waren die «Büteli Tätscher»; sie machten sich schon zu Beginn, gleich beim Bahnhof, ein Gaudi daraus, die Zuschauer aus ihren Kübeln mit den farbigen Papierfetzen zu bombardieren. Der vermeintliche Logenplatz im Gartenbereich des Restaurants entpuppte sich als einer der Hauptzielorte für Konfetti.

Ein 7-jähriger Rümlanger Junge in Sheriff-Kostüm, der mit zwei Pistolen vor dem Restaurant hätte Wache schieben sollen, nahm den Konfettiregen auf seinen Cowboyhut ruhig in Kauf. Zumal es in der Folge auch genug Süssigkeiten aus den Umzugswagen regnete.

Das Publikum zum Tanzen gebracht

Sophie kam als Reh verkleidet und stand mit schön bemaltem Gesichtlein da. Sie hielt die Hand ihrer Grossmutter Marlies Spirig aus Niederhasli, welche den Weg nach Rümlang gerne auf sich genommen hatte.

«Schliesslich ist unsere eigene Fasnacht wegen dem Bau der Mehrzweckhalle dieses Jahr ausgefallen», erklärte sie. Mit der Startnummer 13 vermochte die Fasnachtsgruppe «Waynes» aus dem Furttal mit ihren Beats das Publikum definitiv in Fest- und Fasnachtslaune zu bringen. «In die Hocke gehen!», hiess der Waynes-DJ die Zuschauer. Erst bei einsetzendem Beat durften sie aufspringen und weitertanzen.

Fast wie an einem Flashmob fühlte sich die 14-jährige Ersa Konxhele. Sie ist Mitglied der Rümlanger Girlsgang «KMN». Die 12-köpfige tanzende Gruppe war am Rand des Umzugs nicht zu übersehen und kam so natürlich ins Visier einiger als Hexen verkleideter Teilnehmenden. Offenbar zog dabei eines dieser schwarz verkleideten Wesen ein Mädchen zu fest an den Haaren, was zu einigen Tränen geführt haben soll. «Als humorvolle und chillige Band machen wir einfach weiter», erklärte Ersa friedfertig zum Schluss.

Ente gut, alles gutbeim Kindermaskenball

Bevor der Kindermaskenball und die Prämierung der Kindermasken im Gemeindesaal des Schulhauses Worbiger starten konnten, musste die dreiköpfige Jury noch einmal über die Bücher.

Mit Argusaugen hatten sie zuvor die Umzugsstrecke beobachtet, um die darauf defilierenden Kandidaten für die Sieger der Einzel-, Partner- und Gruppenmasken auszumachen. In der Kategorie Einzelmaske wurde ein Kätzchen auf die Bühne gerufen, wo ein grosszügiges Geschenksbuffet wartete. Der 6-jährige Robin aus Niederglatt ging als verkleidete Bade-Quietschente leer aus, doch für Mutter Sarah war es wichtiger, dass nach ihrem Motto «Ente gut, alles gut» der für sie einwandfrei organisierte Anlass ohne Wehwechen oder Pflästerli zu Ende ging.

Die zweifache Mutter und ehemalige aktive Fasnächtlerin Diana Kocherhans dagegen war froh, «dass es jetzt heimwärts geht». Für ihre zwei Kinder Leandro und Nora sei der letzte Teil der Kinderfasnacht im Gemeindesaal «cool, aber doch etwas langatmig» gewesen, attestierte Kocherhans, die als Burgfräulein kam.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.03.2018, 16:33 Uhr

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