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Mit Worten um die Wette streiten

Sieben Poetry Slammer buhlten in Dielsdorf um die Gunst des Publikums. Die Besten qualifizierten sich für die kantonale Meisterschaften, die im Februar in Zürich stattfinden.

Die Teilnehmer der Poetry Slam U20 Vorrunde in Dielsdorf: Vera Hauser aus Niederweningen.
Die Teilnehmer der Poetry Slam U20 Vorrunde in Dielsdorf: Vera Hauser aus Niederweningen.
Sibylle Meier
Levi Neuenschwander aus Herzogenbuchsee. Er war einer von gleich vier Teilnehmenden einer Schulklasse aus der Berner Gemeinde.
Levi Neuenschwander aus Herzogenbuchsee. Er war einer von gleich vier Teilnehmenden einer Schulklasse aus der Berner Gemeinde.
Sibylle Meier
Hanna Altenburger aus Bauma.
Hanna Altenburger aus Bauma.
Sibylle Meier
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Dielsdorf wurde am Freitagabend Schauplatz eines unbarmherzigen Streits der Worte. Im Bistro Philosophe traten Nachwuchs-Wortakrobaten zur U20-Vorrunde im Poetry Slam an. Die Regeln sind einfach: Wer seinen selbstgeschriebenen Text am besten vorträgt, gewinnt einen Pokal und darf zur Balohnung an den kantonalen Meisterschaften teilnehmen, welche am 10. Februar in Zürich stattfinden. Damit vermag das nicht mehr ganz junge Format Dichter unter 20 Jahren anzuziehen. Sieben Teilnehmer haben sich dafür im Bistro eingefunden.

Das Publikum fungiertauch als Jury

Alle Slammer bieten ihre Texte dem Publikum und damit auch der Jury. Denn kein Literaturexperte richtet über die Texte beim Poetry Slam. Vielmehr geht es darum, dem Publikum zu gefallen. Zu Beginn der Veranstaltung werden fünf der insgesamt 31 Besucher zufällig ausgewählt und mit Zetteln mit den Ziffern von 1 bis 10 ausgerüstet. So können diese in der Vorrunde die Texte und Slamer bewerten. Im anschliessenden Stechen gewinnt, wer den lautesten Applaus erntet. So wird jeder im Publikum zum Kunstrichter.

Auch die Slammerin Vera Hauser aus Niederweningen stellt sich diesen Richtern. Sie zeigt einen starken Prosatext, der das Publikum aber nicht genug begeistern kann. Bereits in der Vorrunde scheidet Hauser aus. Jedoch – ganz die erfahrene Slammerin, die sie trotz ihrer 19 Jahre bereits ist – stellt sie fest: «Es war schwer, ich musste als Erste vortragen und viele der Slammer stehen zum ersten Mal auf der Bühne.»

Schulklasse aus Bern räumt gross ab

Poetry Slam ist ein wankelmütiger Wettbewerb und das Publikum ist nachsichtiger bei Anfängern. Grund für die grosse Menge an «Virgins», wie diejenigen Slammer, welche zum ersten mal vortragen, auch genannt werden, ist eine Schulklasse aus Herzogenbuchsee im Kanton Bern, welche vier der sieben Teilnehmer stellt. Unter ihnen ist auch die Gewinnerin Dardana Beqiri. Die Fünfzehnjährige gewinnt mit ihrem Text zur Integration von Schweizern – gekonnt im Balkanslang vorgetragen.

Beqiri wird auf somit bei den Kantons-Meisterschaften im Februar dabei sein. Begleitet wird sie dann von ihren beiden Klassenkolleginen Laura Kiener und Flavia Sollberger sowie von Leonie Herzig, einer Slammerin aus Zürich. In der nächsten Runde werden die vier Dichterinnen nicht mehr zum ersten Mal auf der Bühne stehen. Dass sie das Publikum auch als «Virgins» überzeugen können, haben sie in Dielsdorf bewiesen.

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