Flughafen

Mit Yoga den Fluglärm ausblenden

Auf der Zuschauerterrasse B fand am Sonntag eine aussergewöhnliche Yoga-Sitzung statt, an der mehrere Dutzend Teilnehmer vor der Kulisse des Flughafens die Möglichkeit hatten, Yoga auf eine andere Art und Weise zu machen.

Inmitten von Fluglärm die eigene Ruhe finden.  Pop-up-Yoga findet nicht nur auf Dächern, in Gärten oder Galerien statt, sondern neuerdings auch auf der Zuschauerterrasse B im Flughafen.

Inmitten von Fluglärm die eigene Ruhe finden. Pop-up-Yoga findet nicht nur auf Dächern, in Gärten oder Galerien statt, sondern neuerdings auch auf der Zuschauerterrasse B im Flughafen. Bild: Francisco Carrascosa

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Es ist ein sonniger Sonntagmorgen und viele Menschen nutzen die Gelegenheit, um aus nächster Nähe dem geschäftigen Treiben am Flughafen Zürich zuzuschauen. Nicht so die rund fünfzig Frauen und Männer, die zu den Instruktionen von Deddou Burkhard eine Yoga-Position nach der anderen durchführen und den Maschinen um sich herum wenig Beachtung schenken.

Dass im Hintergrund immer wieder die Flugzeugturbinen jäh in Betrieb genommen werden, stört niemanden.«Natürlich ist es eine Herausforderung, weil man die Flugzeuggeräusche ausblenden muss», räumt Sabrina Stöckli ein. Die Zürcherin geht häufig ins Pop-up-Yoga. «Aber so kann man sich auch besonders gut auf seinen eigenen Körper konzentrieren.»

Ruhe in der Hektik finden

Tatsächlich ist das auch die Idee hinter dem ganzen Projekt, wie Deddou Burkhard bestätigt. «Zürich ist eine laute und hektische Stadt», erklärt sie. «Da ist es wichtig, dass wir auch die Ruhe in unserem Alltag finden.» DasLeben könne schliesslich auch stressig sein. Der Yoga-Instruktorin ist es vor allem ein besonderes Anliegen, dass Yoga für alle zugänglich wird. «Yoga kann für jeden ein Teil vom Alltag, ein Erlebnis für sich sein.» Deshalb sei der heutige Anlass auch eine Kombination aus zwei Dingen: etwas, was dem Körper guttut, an einem interessanten Ort.

Ganz nach seinem Motto «Exhilarating yoga in exciting places» findet Pop-up-Yoga an aussergewöhnlichen Orten statt. So gibt es regelmässig Yoga-Sitzungen auf Dachterrassen, in Gärten und sogar Galerien. Und nun findet Pop-up-Yoga im Rahmen der Sommerkampagne des Flughafens «Alles für die Ferien» zum ersten Mal auf der Zuschauerterrasse statt.

Spezielle Umgebung

Immer wieder kommen neue Besucher auf die Terrasse und werfen einen neugierigen und auch etwas überraschten Blick auf die Gruppe, die sich in drei Reihen eingeteilt hat. Die Yoga-Stunde ist thematisch an den Flughafen angepasst: Neben der Flugzeug-Position vollführen die gut vier Dutzend Teilnehmer auch das Garudasana (Adlerpose) und meistern gekonnt verschiedene Balanceübungen. Dabei scheint es völlig egal, ob es sich um schwierige oder einfachere Positionen handelt: Alle sind vertieft in ihren Übungen und der einstündige Anlass vergeht wie im Flug.

«Ich habe zeitweise auch völlig vergessen, wo ich überhaupt bin», sagt die Zürcherin Marie Françoise. «In dieser Umgebung Yoga zu machen, ist speziell, aber auch witzig. Deshalb komme ich am nächsten Sonntag definitiv wieder.»

Dass der Anlass ein voller Erfolg ist, findet auch Raffaela Stelzer, Mediensprecherin des Flughafens, und fügt hinzu: «Alles lief super, wir sind sehr zufrieden und ziehen eine überaus positive Bilanz. Wir können uns durchaus vorstellen, den Anlass nächstes Jahr zu wiederholen.»

Erstellt: 14.08.2017, 15:56 Uhr

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