Kloten

Mobilität geht ohne Auspuff und Lärm

Zum ersten Mal fanden übers Wochenende Mobilitätstage unter dem Slogan «Kloten Mobil» statt. Die Energiestadt informierte Besucher über vielfältige Fahrzeuge ohne Benzin-motoren.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im Bereich Elektromobilität liege Kloten, trotz ihrem 2010 erhaltenen Label Energiestadt, noch im Dornröschen-Schlaf., meint der Klotener Unternehmer Daniel Buchs und regte ihn an, die Mobilitätstage zu lancieren: «Ich finde, in der Region gibt es viel zu wenig Informationen über Elektro-Fahrzeuge, die bereits auf dem Markt sind. Mit den beiden Mobilitätstagen möchte ich dies ändern. Mein Bestreben ist, der Bevölkerung aufzuzeigen, dass Elektromobilität schon heute funktioniert.»

Auf dem Stadtplatz zeigten mehr als 30 Aussteller ein- bis vierrädrige Fahrzeuge mit Elektroantrieb, vom Einrad, Trottinett, Töff, bis zur Luxuslimousine. Zum Bewundern gab es auch das erste Auto, ein Solartaxi, das ausschliesslich mit Sonnenenergie rund um die Welt gefahren ist. Das spartanisch ausgestattete Fahrzeug legte auf dem Land innerhalb 18 Monaten 54 000 Kilometer zurück und durchquerte dabei 38 Länder. Die Solarpanels zog das Solartaxi auf einem Anhänger hinter sich her.

Noch viele Probleme zu lösen

Bis zur Umstellung aller Autos auf Elektroantrieb sind noch einige Probleme zu lösen. Man stelle sich den Aufwand vor, wenn alle Parkplätze auf dem Flughafen mit Lademöglichkeiten auszurüsten wären. Oder wenn in einer Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses alle Bewohner in der Nacht ihre Elektroautos gleichzeitig aufladen möchten. Das Stromnetz würde hoffnungslos überlastet.

Urs Langenegger von der Firma Walbe zeigte an der Ausstellung Systeme, die eine Überlastung verhindern und gleichzeitig die konsumierten Energiemengen den einzelnen Bezügern verrechnen. Um Nachteile von langen Ladezeiten zu umgehen, sind die Modelle des Rollers Kumpan-electric mit drei handlichen, leicht auswechselbaren Akkus bestückt.

Während sich ein zweiter Akkusatz auflädt, bleibt der Roller mit einer Reichweite von 150 Kilometer fahrbereit. Die Klotener Garage Ruckstuhl präsentierte den jetzt lieferbaren Opel Ampera-E mit einer Reichweite im täglichen Einsatz von rund 380 Kilometer. Die Bachenbülacher Vorort-Garage stellte den neuen Renault ZOE vor, ein Elektrofahrzeug in der Preisklasse von 25 000 Franken.

Autonomes Postauto

Ein besonderer Leckerbissen der Mobilitätstage war die Präsentation des SmartShuttle von Postauto. Erstmals wurde das autonome Transportmittel in der Deutschschweiz durch Fahrzeugingenieur René Krieger vorgestellt. Seit Juni 2016 dreht der 12-Plätzer Runden in der Innenstadt von Sitten. «Eine Begleitperson ist bei jeder Fahrt dabei und kann bei Unregelmässigkeiten eingreifen», beruhigte Krieger die Besucher. Mit drei Sensoren nimmt der Shuttle die Umgebung wahr und reagiert auf Hindernisse oder hält an Haltestellen an.

Draussen auf dem Stadtplatz konnten Jugendliche auf einem «Pumptrack» ihre Fahrkünste mit Trottinetts oder Bikes testen. Die Verkehrsbetriebe Glatttal zeigten einen Plan von der beabsichtigten Verlängerung der Glattalbahn via Kloten, Bassersdorf, Brüttisellen, Dietlikon nach Dübendorf. Eine Testfahrt in einem Renault ZOE beeindruckte durch die Ruhe im Fahrzeuginnern und den stufenlosen Antrieb. «Die Resonanz der Besucher ist positiv», freute sich Organisator Daniel Buchs. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 04.09.2017, 15:21 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben