Kloten

Musik ist eine Weltsprache für alle

Die Klänge der Klarinetten, Waldhörner, Saxophone, Oboen und Posaunen der Stadtmusik entführten das Publikum im Schuefweg mit den verschiedene Stilrichtungen in zahlreiche Länder. Das Frühlingskonzert umfasste ein breites Repertoire.

Die Stadtmusik Kloten unter der Leitung von Ruth Suppiger bewies auf der musikalischen Weltreise im Zentrum Schluefweg ihre grosse Vielfältigkeit.

Die Stadtmusik Kloten unter der Leitung von Ruth Suppiger bewies auf der musikalischen Weltreise im Zentrum Schluefweg ihre grosse Vielfältigkeit. Bild: Katarzyna Suboticki

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Die Stadtmusik Kloten schickte die Besucher des Frühlingskonzerts am Samstag auf eine Weltreise, die Töne von Tokyo, über Argentinien, Frankreich, Irland, Afrika und China vereinte die Anwesenden – «Musik ohne Grenzen» eben. Die 300 Musikfans im vollen Zentrum Schluefweg hörten unter der Direktion von Ruth Suppiger zuerst fernöstliche Klänge mit «Tokyo Adventure» von Luigi di Ghisallo, mit denen die modere Metropole musikalisch mit traditionelleren Akzenten verknüpft wurde.

Tango, Kongo und Exotik

Zum «Libertango» von Astor Piazzolla erzählte Moderatorin Karin Thommen, dass der Tango, also der Tanz der spanischen und italienischen Einwanderer in Argentinien, erst Anfang des 20. Jahrhunderts von der Gesellschaft anerkannt wurde. «Zuvor galt er als verpönt und wurde nur ausserhalb der Städte, in Slums und in Bordellen getanzt.» «Paris Montmartre» vereinte auf chice Art verschiedene Lieder aus und über Paris zu einem Medley.

Die Drumcorps «Rimshots» hatten einen gelungenen Einzelauftritt. Mit Trommeln, Pauken aber auch nur mit Händen und mittels Plastikbechern auf Tischen erzeugten die Tambouren perfekt abgestimmte und rasend schnelle Rhythmen.

Mit der ganzen 52-köpfigen Band ging es weiter nach Afrika mit der traditionellen Tönen von «Kongolela», genauer in den Regenwald von Kongo. In den Osten führte «Jasmin» sowie das ebenfalls volkstümliche «Adai Adai» aus Brunei, einem Kleinstaat auf der Insel Borneo. Den offiziellen Schluss krönte kubanischer Sound, die Zugabe lieferte südafrikanische Rhythmen, mit denen die Musikerinnen und Musiker nicht nur instrumental, sondern auch gesanglich die gut unterhaltenen Besucher verabschiedeten.

Der Abend, der mit einem Apéro und einem Abendessen begonnen hatte, war für viele ein schönes Erlebnis. «Die Band begeistert mich immer wieder, und sie spielt tolle Musik auf hohen Niveau», fand eine Besucherin aus Opfikon.

Neuanfänge und Abschiede

Dieses Jahr fand auch wieder die beliebte Tombola statt, nachdem sie die letzten paar Male ausgelassen werden musste. «Es ist jedes Mal ein riesiger Aufwand, aber wir haben es wieder geschafft», sagte die neue Präsidentin Marit Grunert.

Präsident und Fähnrich Alfred Muster hatte seinen letzten Auftritt auf der Bühne. Nach der anstehenden Pensionierung begebe er sich auf eine lange Weltreise und verlasse deshalb die Stadtmusik, wo viele Freundschaften entstanden seien. Nachdem er schon an der Generalversammlung festlich verabschiedet worden ist, übergab er am Konzertabend das Zepter an seine Nachfolgerin Marit Grunert.

Die Querflötenspielerin ist seit 12 Jahren im Verein und wirkte eine zeitlang auch schon in Vorstand. «Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass ich hier oben als Präsidentin stehen werde», sagte sie dem Publikum von der Bühne aus und bedankte sich bei ihren Musikkollegen für das Vertrauen.

Auch Ruth Suppiger, die ab Mai vom neuen Dirigenten Fabian Jud abgelöst wird, behält sie in guter Erinnerung: «Sie hat gute Arbeit geleistet. Ihr Engagement war eine tolle Erfahrung für uns.» Das gilt auch Suppiger selber, wie sie bestätigte, für die das Frühlingskonzert der Abschluss ihrer viermonatigen Arbeit mit der Band war. «Sie sind eine tolle Truppe, und das ist die Vooraussezutng, damit man gut arbeiten kann.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 22.04.2018, 16:33 Uhr

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