Kloten

Musikalische Feuerwerke zum Neuen Jahr

Swing, Arien aus Opern, Stücke aus Operetten, feurige Flamencotänze und als Rahmen für all das Brassmusik: Die Brass Band Eglisau feierte in Kloten mit der 20. Austragung das Jubiläum ihrer festlichen Neujahrsgala.

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Für ihre 20. Neujahrsgala im Klotener Schluefweg zog die Brass Band Eglisau am Samstag alle Register, hatte drei Special Guests eingeladen und spielte vor vollem Haus. Was viele Stammgäste wohl dachten, fasste Klotens Stadtpräsident René Huber in Worte: «Ich persönlich kann mir einen Jahresanfang ohne die musikalische Neujahrsgala und die brillante Brassmusik gar nicht mehr vorstellen.» Vereinspräsident Benjamin Koch sagte zum Motto «Best of 20 Years», dass die Wahl der Special Guests auf diejenigen fiel, mit denen die Brass Band am meisten zusammengearbeitet hat.

«Ich kann mir einen Jahresanfang ohne die musikalische Neujahrsgala und die brillante Brassmusik gar nicht mehr vorstellen.» René Huber, Stadtpräsident Kloten

Dazu gehörte das professionelle Tanzcenter Hermanos López aus Eglisau unter der Leitung von Leonor und Marcos López. Die Schule bietet Flamenco, Danza Española und Ballett an und war nun zum siebten Mal dabei. Sängerin Rahel Tarelli sah das Publikum mit der Brass Band zum sechsten Mal und das Solistenensemble La Compagnia Rossini war mit ihren Opernstimmen zum vierten Mal dabei.

Swing und Tänze aus Andalusien

Schon mit dem Eröffnungsstück «Music for the Royal Fireworks» bewies die Brass Band Eglisau, warum sie 2015 zum zweiten Mal den Schweizer Meister Titel holte und auch letztes Jahr an Musikfesten jeweils den ersten Platz belegte. Und die Leitung des Dirigenten Andreas Buri – bei der Brass Band Eglisau seit 15 Jahren dabei – war auch eine Show für sich. Auch die Overture der Oper «Zampa» spielte die Brass Band Eglisau mit den 39 Musikerinnen und Musikern noch im Alleingang.

Gleich danach war die Bühne frei für die musikalischen Gäste: Mit dezenter musikalischer Zurückhaltung liess man Rahel Tarelli ins Zentrum rücken. Sie Sang Swing-Klassiker wie «Beyond the Sea» und «Sway» und eine Interpretation von «Over the Rainbow».

«Wir bilden den Rahmen als Band, spielen die Eröffnung und am Schluss und dazwischen haben Gastensembles ihre Auftritte.» Andreas Buri, Dirigent

Feurig und leidenschaftlich wurde es, als die Tänzerinnen und Tänzer von Leonor und Marcos López auf die Bühne kamen. Bei Klängen zu «The Children of Sanchez», «Habanera» aus der Carmen Suite, «Rolipops» und «The Mask of Zorro» führten sie von den Leitern eigens choreographierte Tänze in spanischen Kostümen vor – mit allem, was man mit Flamenco verbindet: Fächer, Kastagnetten, Ausrufe. Auch Leonor und Marcos López mischten sich gelegentlich unter die Tanzenden.

Standing Ovation für alle Musiker

Die Brass Band zeigte wieder ihr breites Können ohne Gäste, mit «Toccata» aus der Suite Gothique und dem Gospelstück «Just a Closer Walk with Thee», bevor das sechsköpfige Solistenensemble La Compagnia Rossini aus der Bündner Surselva auftrat. Gründer und Leiter Armin Caduff massschneidert die Transkriptionen aller Stücke für seine Compagnia selber.

«Wir haben junge, gut ausgebildete Leute und die bringen sehr viel Schwung und Stabilität in den Verein.» Andreas Buri

Für «Rapsodia per canto», das allseits bekannte «Libiamo Brondosi», das mit ungarischen Elementen ausgestattete «Galoppando sul camino» und den Radetzky-Marsch bedankte sich das Publikum mit tosendem Applaus. Eine Standing Ovation gab es zum Schluss, als alle Musiker und Ensembles gemeinsam mit Frank Sinatras «My Way» den Abend beendeten.

«Es sind tolle Menschen, die nicht nur aufs Musikalische aus sind, sondern auch auf Persönlichkeit.»Rahel Tarelli

Natürliche freuten sich die Verantwortlichen über den Erfolg. Das Konzept sei von Anfang an immer gleich, erklärte Andreas Buri: «Wir bilden den Rahmen als Band, spielen die Eröffnung und auch am Schluss und dazwischen haben Gastensembles ihre Auftritte. Meistens sind es zwei, heute für das Jubiläum waren es drei.» Die Entwicklung der Band sei in den letzten Jahren sehr stark gewesen. «Wir haben junge, gut ausgebildete Leute und die bringen sehr viel Schwung und Stabilität in den Verein. Wir können schwierigere und attraktivere Stücke spielen.»

Mit den Special Guests sei die Band bereits ein eingespieltes Team, sagte Benjamin Koch. Rahel Tarelli stimmt zu. «Es sind tolle Menschen, die nicht nur aufs Musikalische aus sind, sondern auch auf Persönlichkeit. Es herrscht sehr viel Musikalität und Freude am Ganzen, dass man zusammen etwas erarbeiten kann.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.01.2019, 16:35 Uhr

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