Niederglatt

Nach zwölf Jahren Planung den Spatenstich gesetzt

Lange verzögerte sich die Überbauung Rietlen-Gwyd. Nun haben die Bauarbeiten begonnen.

Nach langjähriger Planung konnten die Arbeiten im Gebiet Rietlen-Gwyd endlich beginnen.

Nach langjähriger Planung konnten die Arbeiten im Gebiet Rietlen-Gwyd endlich beginnen. Bild: Sibylle Meier

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Bagger und Lastwagen drehen auf dem Gebiet Rietlen-Gwyd in Niederglatt bereits ihre Runden. Als sich Gemeinderat und Bauleitung für den Spatenstich versammeln, sind die Bauarbeiten auf der Baustelle zwischen Sonnenberg- und Schulstrasse bereits im Gange. Wo jetzt der Aushub Form annimmt, soll eine grosse Überbauung entstehen. Knapp 118 Wohnungen und 1000 Quadratmeter Gewerbefläche im Herzen der Gemeinde sind geplant.

Ab Juli 2021 dürften die Wohnungen und Gewerberäume bezugsbereit sein. «Wir haben bereits Anfragen für die Wohnungen erhalten», sagt Markus Dobnik, Geschäftsführer der Artemis Immobilien AG. Bis die Arbeiten am 38-Millionen-Franken-Projekt beginnen durften, musste die Baufirma jedoch einen langen Planungsprozess durchlaufen. Die Erwartungen an die Überbauung und deren Nutzen für die Gemeinde sind dementsprechend hoch.

Ein Jahrzehnt in Arbeit

Bereits 2007 wurde das Grundstück erworben um Wohnungen und Gewerberäume darauf zu errichten. Aber wie in vielen andere Baulücken im Unterland, liess sich die Überbauung Rietlen-Gwyd wegen den strengen Lärmschutzgesetzen nur schwer realisieren. Weil sich das Gebiet innerhalb der Flughafen-Abgrenzungslinie befindet, wurde ein erstes Baugesuch 2008 abgelehnt. Erst nach einer Teilrevision des kommunalen Richtplans und der Bau- und Zonenordnung konnte die Bauleitung mit ihren Plänen voranschreiten.

In dieser Zeit arbeitete sie eng mit dem Gemeinderat zusammen, um dessen Anforderungen an die Überbauung zu erfüllen. So habe man auch bei der Zusammenstellung der Wohnungstypen die Wünsche der Gemeinde berücksichtigt: Von den 118 Wohnungen sind rund die Hälfte 2 ½-Zimmer Wohnungen und 36 3 ½-Zimmer Wohnungen. Damit soll ein ausgeglichener Bevölkerungsmix angestrebt werden.

Auf ÖV setzen

«Wir waren immer bemüht, am gleichen Strick zu ziehen, weil wir der Überzeugung waren, die Überbauung würde Niederglatt etwas bringen», sagte Gemeinderat Peter Balsiger. Das Projekt würde ein moderates Wachstum der Gemeinde ermöglichen und zudem das Ortszentrum stärken. Die Gewerberäumlichkeiten sollen künftig primär von Dienstleistungsanbietern bezogen werden. Konkrete Pläne könne man laut Dobnik noch nicht präsentieren. Diese würden erst ab Herbst 2020 zustandekommen, wenn die Wohnungen und Gewerbeflächen auf den Markt kommen.

Bei rund 180 Bewohnern und insgesamt 158 Parkplätzen besteht die Gefahr einer erhöhten Verkehrsbelastung. Wegen der Nähe zum Bahnhof erwarten jedoch sowohl Gemeinderat als auch Bauleitung, dass viele der Bewohner auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen werden. «Ich bin überzeugt, dass das funktionieren wird», sagt Dobnik.

Erstellt: 02.09.2019, 17:46 Uhr

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