Bülach

«Nepomuk» ist ausgebüxt

Eine Bülacherin vermisst seit über einem Monat ihren Graupapagei Nepomuk. Nach einer Sichtung am Samstag hofft sie nun, ihn demnächst zu finden.

Nepomuk (links) ist ein sogenannter Graupapagei.

Nepomuk (links) ist ein sogenannter Graupapagei. Bild: Rahel Appenzeller

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit war es, nur ein Augenblick – und weg war er. Er, das ist Nepomuk, der Graupapagei. Vor über einem Monat, am 1. Juli, ist er um 21 Uhr aus der Wohnung von Rahel Appenzeller in Bülach geflogen. «Wir hatten die Balkontür nur ganz kurz nicht komplett geschlossen, nur spaltbreit war sie offen», erklärt Appenzeller das Malheur. Das reichte Nepomuk um davonzufliegen. Graupapageien sind höchst intelligente, aber auch anspruchsvolle und sensible Tiere. Nepomuk und seine Partnerin Timmy durften deshalb normalerweise frei in Appenzellers Wohnung herumfliegen.

Bisher gab es dabei auch nie ein Problem. Die 50-jährige Appenzeller hat seit mehr als 20 Jahren Vögel als Haustiere und kennt sich mit den Tieren aus. Nepomuk ist ein noch ganz junger Papagei, am 22. August würde er ein Jahr alt werden, erst seit Dezember lebt er bei Appenzeller. Diese sucht seit über einem Monat verzweifelt nach dem Jungvogel. «Wir haben schon fast alles versucht. Wir wollten ihn anlocken, indem wir das Zwitschern seiner Partnerin Timmy aufgenommen und es dann draussen abgespielt haben», sagt Appenzeller. Zudem hat die Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei bei der Schweizerischen Tiermeldezentrale eine Vermisstenmeldung geschaltet. Und sie hat in Bülach auch Steckbriefe von Nepomuk aufgehängt mit der Bitte, sich bei ihr zu melden, falls man ihn sehen würde.

Dabei gab es nicht nur positive Rückmeldungen. Bei Appenzeller meldeten sich tatsächlich auch Personen, die sich einen geschmacklosen Scherz erlauben wollten, indem sie etwa die Meldung einer Taube als Sichtung von Nepomuk ausgaben.

Genug Nahrung vorhanden

Indes, es gibt auch gute Neuigkeiten. Erstens ist es nämlich durchaus möglich, dass der gefiederte Freund selbst über einen Monat nach seinem Verschwinden noch wohlauf ist. «Jetzt im Sommer sollte genug Nahrung vorhanden sein. Verhungert sein wird er noch nicht», sagt seine Besitzerin. Zweitens gebe es auch durchaus Fälle, in welchen Graupapageien nach längerer Zeit wieder nach Hause zurückgekehrt seien. «Ein Graupapagei aus Jestetten wurde sechs Wochen nach seinem Verschwinden in Winkel gefunden.»

Und drittens: Nepomuk wurde am Samstag wahrscheinlich in Eschenmosen gesichtet, nachdem er zu einem früheren Zeitpunkt auch schon in Winkel entdeckt worden sein soll. «Nachdem wir davon erfahren haben, sind wir natürlich sofort hingefahren», sagt die Besitzerin. Appenzeller hat auf dem Eschenmosen nun ein Vogelkäfig aufgestellt und Futter für Nepomuk darin platziert. Zudem hat sie im Käfig eine Wildkamera installiert, um überprüfen zu können, ob sich Nepomuk vielleicht am Buffet bedient.

Trotzdem ist Appenzeller auch weiterhin froh um Hinweise zu Nepomuk. «Er hat ein graues Federkleid und eine orange Schwanzfeder. Er ist etwa 25 bis 30 Zentimeter lang und man erkennt ihn gut daran, dass er einen grossen krummen Schnabel hat.» Am besten versuche man nicht ihn einzufangen, sondern ruft sie direkt an. «Und falls ihn jemand bereits gefunden haben sollte, appelliere ich an die Person, ihn uns doch bitte zurückzugeben. Wir hängen sehr an ihm und auch seine Partnerin vermisst ihn.»

Falls jemand Hinweise zu Nepomuk hat, ist Rahel Appenzeller unter der Nummer 078 672 00 20 erreichbar.

Erstellt: 05.08.2019, 18:37 Uhr

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!