Embrach

Neues Fahrzeug soll mehr Qualität bringen

Das Alterszentrum Embrachertal braucht ein neues Fahrzeug für Ausflüge mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Verantwortlichen laden mit einer gross angelegten Sponsorenaktion und Spenden von Privatpersonen zur gemeinsamen Finanzierung ein.

Zentrumsleiter Robert Boetschi (links) und Zeljko Simic, Leiter Technischer Dienst, demonstrieren am bisherigen Fahrzeug den für betagte Menschen sehr schwierigen Einstieg. Auf dem neuen Fahrzeug werden Sponsorfirmen ihren Namen anbringen lassen können.

Zentrumsleiter Robert Boetschi (links) und Zeljko Simic, Leiter Technischer Dienst, demonstrieren am bisherigen Fahrzeug den für betagte Menschen sehr schwierigen Einstieg. Auf dem neuen Fahrzeug werden Sponsorfirmen ihren Namen anbringen lassen können. Bild: Paco Carrascosa

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das bisherige Fahrzeug, ein VW T4, wurde 1996 in Verkehr gesetzt und steht seit vielen Jahren für Ausfahrten im Dienst der Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums Embrachertal.Selbst nach fachmännischem Unterhalt und sorgsamem Umgang nagt der Zahn der Zeit am Fahrzeug. Ausserdem ist die technische Ausrüstung buchstäblich aus dem letzten Jahrhundert. Zum Beispiel ist der Einstieg für die Passagiere beschwerlich, die Stufe ist zu hoch, deshalb zimmerte Zeljko Simic, Leiter Technischer Dienst, eine Einstiegshilfe.

Schwerer wiegt der Mangel, dass das siebenplätzige Auto nicht rollstuhltauglich ist. «Das bedeutet, dass ein Teil der Bewohner von den Ausfahrten ausgeschlossen ist oder wir extra einen rollstuhlgängigen Transporter mehrere Tage im Voraus reservieren müssen», erläutert Robert Boetschi. Dieser Umstand hindere die Mitarbeitenden, spontane Ausflüge zu aktivieren. «Das Auto erfüllt bis heute seinen Zweck, aller­dings merkt man, dass es in die Jahre gekommen ist und ihm bergauf manchmal der Schnauf fehlt», sagt Maaike Eigenheer, Mitarbeiterin der Aktivierung. «Ich freue mich auf ein zeitgemässes Fahrzeug, um Rollstühle mitzuführen. Das erleichtert unsere Arbeit.»

Teilhabe für alle

Die Gedanken von Zentrumsleiter Robert Boetschi und seinem Team kreisen seit geraumer Zeit um die Anschaffung eines neuen Autos. Sie evaluierten den Fahrzeugtyp und definierten, was zur Innenausstattung gehören soll. Beim Innenausbau sei das wichtigste Kriterium, dass, anders als beim jetzigen Auto, bis zu vier Rollstühle Platz finden. Heutzutage gehört etlicher Komfort zur Grundausstattung, wie zum Beispiel eine Klimaanlage, jedoch nicht die Technik, die es braucht, damit eine Person ohne Kraftakt die Rollstühle sicher im Transporter unterbringen kann.

Als die Eckdaten für das künftige Fahrzeug feststanden, schrieben die Verantwortlichen die Autogaragen im Embrachertal an. «Wir sprechen von einem Nutzfahrzeug für rund 35 000 Franken», erläutert Boetschi. «Nochmals rund 44 000 Franken müssen wir für den Innenausbau nach unseren Anforderungen in die Hand nehmen.» Macht total rund 80 000 Franken. Für den Spezialausbau ist die RolliBox™ einer Firma aus Bergdietikon, welche sich unter anderem auf den bedürfnisgerechten Ausbau von Fahrzeugen spezialisiert hat, vorgesehen.

Der Personentransporter bietet maximal sieben Sitzplätze plus Fahrer und Begleitperson. Wahlweise können vier Rollstühle plus Fahrer und Beifahrer Platz finden. Das Auto darf von jeder Person, die über den Führerschein Kategorie B verfügt, gelenkt werden.

Firmen und Private gesucht

Für die Finanzierung wählten Boetschi und sein Team eine Sponsorenaktion. Firmen, welche 5000 Franken und mehr beisteuern, sind berechtigt, ihr Logo auf dem Auto anzubringen. «Damit wollen wir Firmen und die Bevölkerung einladen, um zur Lebensqualität unserer betagten Mitmenschen beizutragen», erklärt Boetschi. Er betont aber auch: «Jeder Betrag ist willkommen.» Denn das gehört zur Idee, dass der Kauf als eine Art Gemeinschaftsaktion der Bevölkerung zu verstehen sei und sich ­alle Menschen daran beteiligen könnten.

Die Sponsorenbeiträge fliessen auf ein separates Konto, ein externes Controlling wacht dar­über, dass jederzeit Transparenz ­gewährleistet ist. Ein allfälliger Überschuss geht in den Bewohnerfonds, welcher ausschliesslich den Bewohnerinnen und ­Bewohnern des Alterszentrums zugutekommt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 24.01.2019, 16:26 Uhr

Infobox


Das Projekt Fahrzeuganschaffung wird durch Robert Boetschi und Gabriela Keller, Assistentin der Zentrumsleitung, betreut. Seit Dezember läuft die Sponsorenaktion. Melden kann man sich im Alterszentrum oder informiert sich über www.az-embrachertal.ch

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Newsletter

Die Woche in der Region.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben