Bassersdorf

Neues Logistikzentrum für schwere Güter und Pneukräne

Fast 20 Millionen Franken investiert die Ostschweizer Logistikfirma Emil Egger AG in ihre neue Zürcher Niederlassung in Bassersdorf. Keine Stückgut-, sondern Schwergut-Logistik soll dort abgewickelt werden.

Zur neuen Niederlassung der Emil Egger AG gehört das helle Büro- und Lagergebäude (Bildmitte) an der Hauptstrasse in Richtung Bassersdorf (hinten) sowie die noch unbebaute Fläche davor. Davor soll bei der Abzweigung zur Industrie Grindel und Steinacker ein Neubau mit Büros und Lagerräumen entstehen.

Zur neuen Niederlassung der Emil Egger AG gehört das helle Büro- und Lagergebäude (Bildmitte) an der Hauptstrasse in Richtung Bassersdorf (hinten) sowie die noch unbebaute Fläche davor. Davor soll bei der Abzweigung zur Industrie Grindel und Steinacker ein Neubau mit Büros und Lagerräumen entstehen.

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An der Gemeindegrenze zu Kloten ragen auf Bassersdorfer Boden in der Industrie- und Gewerbezone Grindel riesige Baugespanne in die Höhe. Da, wo sich heute ein Parkplatz befindet, soll schon im nächsten Februar ein neues Logistikzentrum entstehen. So steht es im betreffenden Baugesuch. Hinter der Eingabe, die derzeit beim örtlichen Bauamt öffentlich aufliegt, steht die Firma Emil Egger AG mit Hauptsitz in St. Gallen.

Mitaktionär und Geschäftsleitungsmitglied Michael Egger spricht von 20 bis 50 Arbeitsplätzen, die sein Unternehmen an der Grindelstrasse 5 in Basserdorf schaffen will. Je nach dem, was dort alles angeboten werde in Zukunft. «Diesen Standort zu bekommen, ist für uns ein Glückstreffer», sagt Egger. Man sei schon seit Jahrzehnten im Raum Zürich aktiv und habe zuletzt fünf Jahre lang in der ganzen Region nach einem geeigneten Grundstück für eine Niederlassung gesucht. Die Lage des jetzt gefundenen Grundstücks östlich vom Flughafen passt dem Firmenboss sehr gut ins Konzept. Denn für die Mitarbeiter, die vom Hauptsitz her ins Zürcher Unterland kommen, sei der Ort gut erreichbar, ohne dass man durch die Stadt Zürich oder den Gubrist fahren müsse.

Nah an Autobahnanschlüssen sei als weiteres Kriterium vorgegeben gewesen. Dass die neue Niederlassung nun grad so nah am Flughafen liege, bezeichnet Egger eher als praktischen Zufall. Von da aus will die Firma nämlich gar nicht in der fahrtenintensiven Stückgutlogistik tätig sein. «Es wird nicht sehr viele Fahren geben», gibt der Mitinhaber zu verstehen. Vielmehr würden die mitunter riesigen Pneukräne in Basserdorf stationiert werden in Zukunft. «Wir wollen von da aus unseren Bereich Schwergut-Logistik anbieten.» Dazu müsse man mit den rollenden Ungetümen näher an die Kunden heran, erklärt Egger. Zu den Auftraggebern der Ostschweizer zählt etwa auch die Flughafen AG mit deren Grossprojekt Circle, wo die Eggers mit ihren Pneukranen regelmässig im Einsatz stünden.

Frühere Büros des grössten Sportartikelherstellers

Im Unterland war die Firma Emil Egger AG bislang in Oberhasli und Otelfingen sichtbar. Dann nämlich wenn dort ihre Fahrzeuge abgestellt waren. Viel Merkplätze habe man aber im Zürcher Unterland nicht gehabt, erklärt Michael Egger. Das soll sich in Bassersdorf nun grundlegend ändern. Seit einem halben Jahr ist man bereits an der Grindelstrasse «aktiv» wie es der Junior-Chef aus der dritten Generation seit der Firmengründung 1931 nennt.

Mitte April dieses Jahres liessen die Inhaber ihre neue Zweigniederlassung für die Region Zürich im Handelsregister eintragen. Als Zweck ist darin unter anderem vermerkt: «Betrieb eines Transport- und Kranunternehmens, einer mechanischen Werkstätte sowie eines Lagergeschäfts.» Ausserdem ist vorgesehen Spezialtransporte, Industrieumzüge sowie Logistikauf-gaben im In- und Ausland sowie die Erledigung von Zollformalitäten von Bassersdorf aus zu organisieren.

Der hierfür projektierte Neubau liegt direkt gegenüber der Scania-Vertretung und kommt unmittelbar vor das Geschäftshaus zu stehen, wo einst der weltgrösste Sportartikelhersteller Nike seinen Schweizer Sitz hatte. Diese Liegenschaft gehört nun auch der Emil Egger AG. Die heutigen Parkplätze unmittelbar davor werden in eine dreigeschossige Tiefgarage unter den Neubau verlegt, die Platz für fast 160 Autos bietet. Lediglich 10 Parkplätze werden noch im Freien zu finden sein. Das neue Gebäude der Emil Egger AG zwischen Klotener- und Grindelstrasse gelegen, soll rund 20 Metern hoch werden und zwei grosse Lagerhallen (60x30 und 52x25 Meter) für schwere Güter bis 35 Tonnen beinhalten. Zudem sind auch Büros für die Disposition, Schulungsräume oder etwa Schlafkojen für Chauffeure geplant.

Im Februar 2019 soll der Baustart erfolgen

Der Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten auf dem rund 12 000 Quadratmeter grossen Areal im Februar 2019 beginnen. Dies immer, falls keine Verzögerungen auftreten und alle Anforderungen des Baugesuchs erfüllt sind. Fertig wäre die neue Zweigniederlassung dann im Mai 2020.

Bereits jetzt sucht die Firma Emil Egger AG per Inserat Peneukranführer mit Erfahrung in der Schwergutlogistik. Die bis zu 72 Tonnen schweren Fahrzeuge der eigenen Flotte können Objekte von bis zu 350 Tonnen heben. Und falls es mal noch schwerer werden sollte, stünden bei den Partnerfirmen der Emil Egger AG sogar noch grössere Pneukrane zur Verfügung. (zuonline.ch)

Erstellt: 25.09.2018, 17:45 Uhr

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