Weiach

Neues Parkregime soll Autos von den Strassen in die Tiefgaragen bringen

An der Gemeindeversammlung vom Donnerstag wurde das neue Parkierungskonzept für Weiach vorgestellt. Obwohl es viele Probleme lösen würde, sehen sich einige Einwohner benachteiligt.

Während die Autos auf den Strassen geparkt werden, stehen andernorts die Parkplätze frei.

Während die Autos auf den Strassen geparkt werden, stehen andernorts die Parkplätze frei. Bild: Sibylle Meier

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Fertig mit dem freien Parkieren auf den Strassen von Weiach: Im Frühjahr 2020 soll ein neues Parkregime eingeführt werden, welches die Sicherheit im Strassenraum und im Dorfzentrum erhöhen soll. Die grösste Änderung betrifft vor allem Dauerparkierer: Ohne Bewilligung wird es verboten sein, Fahrzeuge länger als 48 Stunden auf öffentlichem Grund zu parkieren. Wer dagegen verstösst, kann sogar gebüsst werden. Das neue Parkierungskonzept wurde an der Gemeindeversammlung vom Donnerstag vorgestellt und sorgte für Diskussionen.

«Grundsätzlich dürfen Fahrzeuge überall abgestellt werden, solange sie die Verkehrssicherheit nicht negativ beeinflussen», erklärte Sicherheitsvorsteher Thomas Steinmann (SVP). Neu wolle man aber mehrere Parkfelder auf der Seerenstrasse, der Chälenstrasse und der Oberdorfstrasse markieren. Ausserhalb dieser Parkfelder müssen Autos künftig mindestens einen Abstand von 30 Metern einhalten.

Dies entspricht der Länge von etwa fünf bis sechs Autos. Auch das Abstellen von Autos auf dem Trottoir oder vor Zufahrten zu fremden Gebäuden ist untersagt. «Wir werden in den nächsten Wochen eine Broschüre mit den genauen Vorschriften in alle Weiacher Haushalte verschicken», kündigte Steinmann an.

Reihenweise Autos

Das Parkplatzproblem, welches Weiach seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge ist, hatte im Oktober 2018 für Furore gesorgt. Mehrere Weiacherinnen und Weiacher hatten sich wiederholt über gefährliche Situationen beschwert, die durch das unkontrollierte Parkieren auf den Strassen entstanden. An Platz würde es eigentlich nicht mangeln: Laut Steinmann stehen in den umgebenden Tiefgaragen ein Drittel der Parkplätze noch frei.

Der Gemeinderat hatte damals bestätigt, ein neues Parkierungskonzept in Auftrag gegeben zu haben. Die neuen Bestimmungen, die nächstes Jahr in Kraft treten werden, sind das Ergebnis dieser Arbeiten. «Wir haben eng mit der Kantonspolizei Zürich und einem Ingenieurbüro zusammengearbeitet, um die kritischen Stellen in Weiach zu identifizieren», sagte Gemeindepräsident Stefan Arnold.

Zu viele Gesetze

Aber nicht alle waren vom neuen Konzept überzeugt. «Wir werden jetzt wahsinnig eingeschränkt und sogar gebüsst», wendete ein Anwesender ein. «Brauchen wir denn noch mehr Bussen und Gesetze?», wollte er vom Gemeinderat wissen. In anderen Gemeinden habe man das Problem der Dauerparkierer mit einem Nachtverbot in den Griff bekommen. «Die Massnahmen, die wir vornehmen, wurden uns von der Kantonspolizei und dem beauftragten Ingenieurbüro empfohlen», entgegnete Arnold. Doch betonte er, dass man das präsentierte Parkierungskonzept bei Bedarf anpassen könnte.

Erstellt: 29.11.2019, 18:04 Uhr

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Gemeindeversammlung genehmigt beide Budgets

Am gleichen Abend legten die Politische Gemeinde und die Primarschulgemeinde der Gemeindeversammlung die Budgets 2020 vor. Die 50 Stimmberechtigten (4,5 Prozent) haben diese mit grosser Mehrheit angenommen. Das Budget der Politischen Gemeinde sieht bei einem Aufwand von 7,8 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von rund 100000 Franken vor. Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde wurde auf 13 Prozent belassen. Die Erfolgsrechnung der Primarschulpflege fällt ebenfalls ausgeglichen aus. Dies weist bei einem Aufwand von 4,3 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von etwa 105000 Franken. Der Steuerfuss bleibt wie im Vorjahr auf 54 Prozent. (abz)

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