Rümlang

Neues Rümlanger Hotel setzt auf den ÖV

Am ersten Schweizer Hotel der international tätigen Intercity-Gruppe wird seit dieser Woche in Rümlang gebaut.Das Unternehmen hofft mit seinem Konzept, einen Trumpfzu besitzen: Wer ein Zimmer mietet, erhält auch ein Ticketfür den öffentlichen Verkehr.

Peter Cammerer von der immosuisse GmbH (von links) hat bei der Standortsuche geholfen, Gerard van Liempt ist CEO des Investors Necron AG und Stephan Renner ist der Architekt.

Peter Cammerer von der immosuisse GmbH (von links) hat bei der Standortsuche geholfen, Gerard van Liempt ist CEO des Investors Necron AG und Stephan Renner ist der Architekt. Bild: Balz Murer

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An der Flughofstrasse in Rümlang wird seit dieser Woche offiziell ein neues Hotel gebaut. 260 Zimmer soll es umfassen und neben einer Bar und einem Restaurant wird es auch einen 450 Quadratmeter grossen Konferenzbereich und über einen Spa- und Fitnessbereich verfügen. Zudem stehen 150 Parkplätze zur Verfügung.Doch eigentlich ist das Hotel vor allem auf den öffentlichen Verkehr ausgerichtet. «Alle Hotels der Intercity-Gruppe stehen in unmittelbarer Nähe von Verkehrsknotenpunkten», erklärte Joachim Marusczyk, Gründungsgeschäftsführer der Intercityhotel GmbH, an der Feier zum Baubeginn am Dienstagabend.

Die Hotelgruppe geht dabei jeweils eine Kooperation mit der Gemeinde und dem öffent­lichen Verkehr ein. Konkret bedeutet das: Wer nach der Eröffnung im Jahr 2020 ein Zimmer im Hotel mietet, erhält auch ein Billett für den öffentlichen Verkehr auf der Strecke von Rümlang nach Zürich. Mit dieser Strategie hätten die bisher eröffneten Hotels von Intercity grossen Erfolg gehabt, sagte Maru­sczyk. «Sämtliche neu eröffneten Hotels von uns hatten bereits im ersten Jahr eine Belegungsquote von 60 bis 65 Prozent.»

Städtetourismus im Trend

Marusczyk und Investor Gerard van Liempt von der Necron AG sind deshalb zuversichtlich, dass das Projekt ein Erfolg wird, obwohl derzeit viele Hotels in der Region entstehen, mit insgesamt Tausenden von neuen Zimmern. «Der Städtetourismus liegt derzeit stark im Trend, Hotels für einen Aufenthalt von nur ein paar Tagen sind gefragt», führte Marusczyk aus.

Zudem verzeichne der Flughafen Zürich ein stetiges Wachstum von etwa 3 Prozent bei den Passagierzahlen, ergänzte Van Liempt. «Viele dieser Menschen möchten in der Nähe des Flughafens übernachten.» Diese Nachfrage decke die aktuelle Hotelsituation in der Region noch nicht ab. «Und obwohl die Technologie weit fortgeschritten ist, gerade in der Wirtschaft, wird der persönliche Kontakt immer noch hoch geschätzt, man schaut sich gerne in dieAugen, wenn man miteinander arbeitet oder ein Geschäft abschliesst», betonte Marusczyk. Er glaubt, dass deshalb auch in Zukunft noch mehr Geschäftsreisende in Rümlang und der Umgebung auf der Suche nach Hotelzimmern sein werden.

Einrichtung standardisiert

Das Hotel dürfte gemäss den Bauherren daher von Montag bis Donnerstag vor allem von Geschäftsreisenden belegt sein, danach sollen über das Wochenende die Touristen die Zimmer in Beschlag nehmen. Im Innern des Hotels greift das Intercity-Konzept: Die Zimmer in der gehobenen Mittelklasse haben genau die Grössen und Ausstattungen, wie sie in sämtlichen Hotels der Gruppe zu finden sind. «Das ist der Vorteil einer Hotelkette: Der Kunde weiss, dass das Angebot überall dasselbe ist», so Maru­sczyk. Das Hotel wird bei der Eröffnung über vier Sterne verfügen, die Preise für die Zimmer sollen aber etwas tiefer sein, als man für diesen Standard gemeinhin erwartet.

Das Hotel ist eines von drei Projekten auf insgesamt drei Parzellen mit einer Fläche von 16 000 Quadratmetern, welche die Necron AG als Investor derzeit vorantreibt. Auf den anderen Parzellen in unmittelbarer Nähe sollen ein Boutique-Büro-Gebäude sowie ein Handelsdepot entstehen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 07.11.2018, 17:57 Uhr

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