Stadel

Neunjähriger läutet Startglocke für den eigenen Benefizlauf

Die Drittklässler der Oberstufe Stadel organisieren am 22. September einen Benefizlauf. Das gesammelte Geld kommt dem neunjährigen Neal zugute. Der Weiacher hat eine therapieresistente Form der Epilepsie.

In Stadel wird es am 22. September einen Benefizlauf für einen Jungen geben, der eine schwere Form der Epilepsie hat (Symbolbild).

In Stadel wird es am 22. September einen Benefizlauf für einen Jungen geben, der eine schwere Form der Epilepsie hat (Symbolbild). Bild: Keystone

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«Drei Kilometer für ein Leben» – das ist die Idee der Drittklässler der Oberstufe Stadel. Im Rahmen ihres Projektunterrichts führen die Schüler am Samstag, 22. September, einen Benefizlauf von drei Kilometern durch mit dem Namen «Every One Counts». Die Geschwindigkeit spielt dabei keine Rolle; die Teilnehmenden können die Strecke rennen oder spazieren, auch Hunde und Kleinkinder im Wagen sind willkommen.

Die Läufer müssen lediglich eine Teilnahmegebühr von fünf Franken zahlen, die gespendet wird. Für alle, die mitmachen, zahlt die Schule zudem einen Zusatzbeitrag. «Je nachdem, wie gross die Resonanz in der Bevölkerung ist, wird die Schule einen grösseren oder kleineren Betrag spenden», sagt Sekundarlehrer Roman Donau.

«Je nachdem, wie gross die Resonanz in der Bevölkerung ist, wird die Schule einen grösseren oder kleineren Betrag spenden.»Roman Donau, Sekundarlehrer

Die Schüler haben auch schon festgelegt, wohin das gesammelte Geld fliessen soll: Es wird dem neunjährigen Neal zugutekommen, der eine schwere Form der Epilepsie hat. Seine Diagnose ist nicht eindeutig. Neben einer beeinträchtigten Entwicklung hat der Neunjährige starke epileptische Anfälle. Diese dauern manchmal über eine Stunde; schon ab einer Länge von zehn Minuten gilt ein Anfall als lebensbedrohlich. Seine Krankheit ist zudem nicht therapierbar.

Mit Medikamenten können zwar Symptome wie Kopfschmerzen behandelt werden, nicht aber die epileptischen Anfälle. Weniger als ein Prozent der Epileptiker leiden an einer solchen therapieresistenten Form.

Austausch zwischen Eltern

Der gemeinnützige Förderverein «Für Kinder mit seltenen Krankheiten» mit Sitz in Uster untersützt Neal und Kinder mit einer ähnlichen Ausgangslage. Für seine Mutter Danja Peter ist besonders der Austausch mit anderen Eltern wichtig. «Für ein so seltenes Krankheitsbild gibt es kaum Erfahrungswerte oder Prognosen.

Der Alltag ist zudem stark geprägt von der Krankheit», sagt Peter. «Es ist deshalb eine grosse Unterstützung, sich mit Gleichgesinnten bei Treffen oder im Chat austauschen zu können.» Während der Planung des Laufs diente der Verein der Oberstufe als Vermittler und Partner.

Offen für Fragen

Neben zahlreichen Läufern wird am 22. September auch ein Ehrengast erwartet: Neal wird vorbeikommen und darf die Startglocke für das Rennen läuten. «Wenn es die Umstände erlauben, werden wir auch ein Stück mitlaufen», sagt Danja Peter. «Und ich bin stets offen für Fragen.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.09.2018, 11:36 Uhr

Infobox

Der Lauf «Every One Counts» findet am 22. September um 11 Uhr beim Oberstufenschulhaus Stadel statt. Ab 10 Uhr können sich Läufer beim Neuwis-Huus anmelden.

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