Verkehr

Nur ein Unterländer Bahnhof wird nicht behindertengerecht

Der Bund und die SBB haben am Donnerstag über den Fahrplan für die behindertengerechte Gestaltung der Schweizer Bahnhöfe informiert. Im Unterland wird nur ein Bahnhof nicht rollstuhltauglich gemacht.

Der Bahnhof Zweidlen ist der einzige im Unterland, der nicht behindertengerecht gemacht wird.

Der Bahnhof Zweidlen ist der einzige im Unterland, der nicht behindertengerecht gemacht wird. Bild: Sibylle Meier (Archiv)

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Bis Ende 2023 werden landesweit 580 Bahnhöfe modernisiert und mit einem niveaugleichen Einstieg besser zugänglich gemacht. So verlangt es das Behindertengleichstellungsgesetz von den Bahnbetreibern. Insgesamt über drei Milliarden Franken werden dafür fällig. Von den 28 Bahnhöfen im Unterland sind bereits 17 behindertengerecht ausgebaut, zehn steht der Umbau noch bevor.

Eine Station, namentlich Zweidlen, wird nicht behindertengercht gemacht. «Des Gesetz besagt, dass die Massnahmen verhältnismässig sein müssen», erklärt Reto Schärli, Mediensprecher der SBB. In Zweidlen würden täglich nur 120 Passagiere ein- oder aussteigen. Das sei zu wenig, um einen kostspieligen Umbau zu rechtfertigen.

Zuerst Ober- und Niederglatt

Bis 2020 sollen die Bahnhöfe von Niederglatt und Oberglatt rollstuhltauglich gemacht werden. Danach folgen bis 2021 Rümlang und Otelfingen Golfpark. In Bülach und Embrach-Rorbas sollen die Bauarbeiten bis 2023 abgeschlossen sein, in Glattfelden könnte es sogar bis 2026 dauern. Für die Bahnhöfe Kloten, Opfikon und Glattbrugg geben die SBB keinen Zeithorizont an, doch auch diese Stationen werden von den Bundesbahnen rollstuhltauglich gemacht.

Bereits hindernissfrei sind die Haltestellen Otelfingen, Buchs-Dällikon, Regensdorf-Watt, Wallisellen, Dietlikon, Bassersdorf, Flughafen, Kloten Balsberg, Niederhasli, Dielsdorf, Steinmaur, Schöfflisdorf-Oberweningen, Niederweningen-Dorf und Niederweningen. Der Umbau der Bahnhöfe erfolgt unter Betrieb. «Es kann vorkommen, dass an vereinzelt an Wochenenden Ersatzbusse zum Einsatz kommen», erklärt Schärli. Die Bauarbeiten würden mit den Gemeinden abgestimmt und die Bevölkerung jeweils im Vorfeld informiert.

Nicht nur für Rollstühle

Landesweit sind von gut 1800 Bahnhöfen bereits 41 Prozent für die Rollstuhlfahrer bereit. Da sich darunter viele grössere Bahnhöfe befinden, profitieren laut Bund heute bereits 59 Prozent der Ein- und Aussteigenden von behindertengerechten Haltestellen.

«Von der Umsetzung des Gesetzes profitieren alle Personen, die den öffentlichen Verkehr nutzen», schreibt das Bundesamt für Verkehr in seiner Mitteilung. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität, Seniorinnen und Senioren, Passagiere mit viel Gepäck oder Kinderwagen sowie für Reisende, die nach einem Unfall an Krücken gehen, sei der niveaugleiche Einstieg wichtig, um den öffentlichen Verkehr selbständig benützen zu können. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 06.12.2018, 17:52 Uhr

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