Regensdorf

Nur wenige Waren erinnern an Beck Keller

Was nach der Räumung der Filialen der Beck Keller AG noch übrig geblieben war, wurde im Auftrag des Konkursamts Höngg verkauft. Es waren mittelfristig haltbare Food-Artikel, die ein einzelner Interessent im ehemaligen Produktionsbetrieb an der Trockenloostrasse abholte.

Roland Volkheimer kauft den Bestand von zehn Bäckereifilialen für seine Mitarbeitenden. Vor allem die Auswahl an Getränken sagt ihm zu.

Roland Volkheimer kauft den Bestand von zehn Bäckereifilialen für seine Mitarbeitenden. Vor allem die Auswahl an Getränken sagt ihm zu. Bild: Sibylle Meier

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Mit Flugblättern und in seinem Newsletter hatte Liquidator Jürg Hoss aus Zollikon auf den Verkauf der Waren aus den Bäckerei-Filialen aufmerksam gemacht. Den Auftrag zur Liquidation erhielt er vom Konkursamt Höngg. Kaum zwei Wochen ist es her, dass das Bezirksgericht Dielsdorf über alle 14 Filialen der Beck Keller AG, 7 davon im Unterland, den Konkurs eröffnet hatte.

Bei dem sogenannte Notverkauf, der gestern in Regensdorf stattfand, handelte es sich um Lebensmittel, deren Verfalldatum nicht unmittelbar bevorsteht.Bei den Verkaufsstellen hing immer noch ein Zettel an der Scheibe mit dem Vermerk «Bis auf weiteres geschlossen». Was mit dem restlichen Inventar geschieht, ist noch nicht klar. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Liquidator, weiss Jürg Hoss, dass vieles möglich ist. «Vielleicht will jemand alles aufs Mal erwerben, oder wir verkaufen die Einrichtung einzeln», sagte er. Denkbar wäre auch, dass im einen oder anderen Geschäft wieder eine Bäckerei einzieht.

Bestand pro Filiale

Was aussah wie der Grosseinkauf für eine Party, war das, was in zehn Filialen übrig geblieben war. Die Produkte waren nach Bestand pro Filiale geordnet und nur als Gesamtpaket zu haben. Deshalb mussten die wenigen Privatpersonen, die noch ein Souvenir von «ihrem» Beck sichern wollten, unverrichteter Dinge wieder abziehen. Auf einem einsamen Päckli Konfekt prangte das vertraute Logo des Becks, der in Regensdorf eine Institution war.

Znüni für die Mitarbeitenden

Zusammen mit Softdrinks, Bier, UHT-Milch, Sirup, Kaffeerahm, Wurstwaren, Salatsaucen, Salzgurken, Kaugummi und Schöggeli kommen die Guetzli nun nach Dübendorf. Als einziger Käufer für den Restbestand aus den Bäckereien war Roland Volkheimer vor Ort. «Den Tipp bekam ich von Jürg Hoss direkt», sagte er. Er führt eine Firma für Gerüstbau und beschäftigt 20 Angestellte.

«Wir haben einen Aufenthaltsraum mit einem Getränkeautomaten. Was ich hier kaufe, reicht für eine Weile.» Auch der Kaffee und die Esswaren zum Znüni sind für die Belegschaft. Was rasch aufgebraucht werden muss, verschenkt Roland Volkheimer. Er hofft jedoch, dass sich sein Einkauf für rund 4500 Franken gelohnt hat. «Statt dass ich den Getränkeautomaten von einer Spezialfirma füllen lasse, verwerte ich das, was der Konkurs der Bäckerei hergibt.»

Erstellt: 09.10.2018, 18:01 Uhr

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