Regensdorf

«Ob mit oder ohne Weltrekord: Das Watterfäscht wird ein tolles Fest»

Während die letzten beiden Ausgaben des Watterfäschts mit der grössten Weinflasche und dem grössten Korkenzieher je einen Guinness-Weltrekord verzeichnen konnten, scheinen die Hürden für einen erneuten Rekord dieses Jahr noch höher zu sein.

Zweimal konnte das Watterfäscht einen Weltrekord präsentieren: 2011 die grösste Weinflasche und 2015 den grössten Korkenzieher. Ob es dieses Jahr wieder einen Rekord gibt, ist fraglich.

Zweimal konnte das Watterfäscht einen Weltrekord präsentieren: 2011 die grösste Weinflasche und 2015 den grössten Korkenzieher. Ob es dieses Jahr wieder einen Rekord gibt, ist fraglich. Bild: PD / Madeleine Schoder

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Die Watter denken überdimensional: Drei Jahre lang durften sie sich über die weltgrösste Weinflasche freuen, bis sie Ende 2014 von einer Berner Firma übertrumpft wurden. Nach wie vor einen Platz im «Guinnessbuch der Rekorde» hat ihr Riesen-Korkenzieher aus dem Jahr 2015, der mit 1,73 Metern Länge und einem Gewicht von 38 Kilogramm bisher nicht überboten wurde. «Aller guten Dinge wären ja drei», sagt Peter Fasler, der im Organisationskomitee für das Marketing des bevorstehenden Watterfäschts von 6. bis 8. September verantwortlich ist. Doch gerade erst vor ein paar Tagen haben er und sein Team den neusten Weltrekordversuch stoppen müssen, obwohl die Vorbereitungen schon weit vorangeschritten waren. Hat das OK demnach kapituliert und belässt es bei den zwei Weltrekorden? «Ob mit oder ohne Weltrekord: Das Watterfäscht wird ein tolles Fest» sagt Fasler bestimmt.

Mehrere rekordverdächtige Ideen vorhanden

Seit mehr als zwei Jahren ist das 16-köpfige OK aktiv. Zu den Vorbereitungen für das Fest vom 6. bis 8. September gehört auch das Aushecken eines allfälligen neuen Weltrekordversuchs. Ein kleines Team innerhalb des OKs - neben Peter Fasler sind dies Willi Zollinger, Pascal Langmeier und Roger Schenk - befasst sich seit Monaten mit rekordverdächtigen Visionen. «Bei einem Glas Watterwein entstehen jeweils die besten Ideen», sagt Fasler.

Insgesamt vier Vorschläge hat das Team in London bei den Vertretern der Guinness World Records eingereicht. So schwebte den kreativen Köpfen aus Watt zum Beispiel die grösste Baumliege vor - eine Art Liegebank aus einem Baumstamm -, von der aus man über die Rebberge des Furttals hätte blicken können. «Damit ein Weltrekordversuch überhaupt offiziell zugelassen wird, müssen unzählige Auflagen erfüllt werden», sagt Fasler. Während die Baumliege keinen Anklang in London fand, stiess ein zweiter Vorschlag auf mehr Interesse: die grösste Flaschenpost der Welt. «Unsere Idee war es, eine riesige Flasche in Rapperswil in den Zürichsee einzuwassern. Diese sollte den See hinuntertreiben und während des Zürifäschts am Bürkliplatz aus dem Wasser geborgen werden.» Dort hätte dann ein Kran den über 20 Meter langen «Brief» aus der Flasche gezogen und dem Publikum gezeigt. «Hätte», denn auch aus diesem Weltrekord wird wohl nichts.

«Aus den vielen Seiten mit Bestimmungen und Vorgaben konnten wir in akribischer Vorarbeit alle Punkte bis auf einen abhaken», erzählt Fasler. So wäre die Flasche zum Beispiel vorschriftsgemäss frei im Wasser geschwommen und der Herstellungsprozess wäre gefilmt worden. Zum Verhängnis wurde dem OK aber die Vorgabe, dass die Flasche «visibly clear» also durchsichtig sein müsse. «Wir konnten das Guinness-Komitee zwar davon überzeugen, dass eine Flasche aus Glas zu gefährlich sei, und hätten die Erlaubnis gehabt, Kunststoff zu verwenden.» Doch am komplett durchsichtigen Kunststoff, respektive an der Herstellung der Flasche, scheiterten die Watter schliesslich. «Wir haben sicher mit zehn Spezialisten geredet, unter anderem mit einer Firma, die Frontscheiben für Helikopter herstellt.» Doch alle angefragten Hersteller mussten nach eingehender Prüfung eingestehen, dass sie die Guinness-Bedingungen nicht erfüllen können. Oder aber die Kosten wären aus dem Ruder gelaufen.

So habe man sich schweren Herzens von der Idee der Flaschenpost verabschiedet. «Wirklich schade», sagt Fasler, «doch das Geld stecken wir nun lieber ins Fest an sich.» Das Risiko, dass der Weltrekordversuch aufgrund einer nicht ganz durchsichtigen Flasche hätte abgelehnt werden können, wäre zu gross gewesen.

Das OK gibt sich geheimnisvoll

Ein halbes Jahr vor dem grossen Fest stehen die Watter also noch ohne Weltrekord da. Ob sie nun kurzfristig noch eine andere Rekord-Idee aus dem Hut zaubern können, wollen sie nicht verraten. «Das Watterfäscht braucht definitiv keinen Rekord, um zum Erfolg zu werden, aber aller guten Dinge wären halt schon drei», sagt Fasler vielversprechend.

Erstellt: 06.03.2019, 13:42 Uhr

Organisatoren suchen noch nach Helferinnen und Helfern

Unter dem Motto «Watt ä Fäscht» findet das Watterfäscht vom
6. bis 8. September hauptsächlich im Watter Dorfkern statt. Neben vielen Höhepunkten, über die
sich das Organisationskomitee zurzeit noch ausschweigt,
werden zahlreiche Beizen und Stände zu finden sein. Zum grössten Teil stehen die Watter und Regensdorfer Vereine hinter all diesen Aktivitäten. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es Attraktionen.
Aktuelle Informationen zum bevorstehenden Fest sind
auf www.watterfaescht.ch zu finden. Gesucht werden noch freiwillige Helferinnen und
Helfer. Wer am Watterfäscht selber aktiv mitwirken will,
meldet sich per E-Mail an
helfer@watterfaescht.ch.

Das OK besteht aus (auf dem Bild stehend von links nach rechts): Pascal Langmeier (Sponsoring), Martin Gilg (Kreatives/Dekoration), Peter Fasler (Marketing/Werbung), Adi Frei (Infrastrukturen/Ausstellungen), Jörn Eriksen (Wirtschaften), André Martinz (Finanzen), Willi Zollinger (Beratung/Ehrengäste), René Schwarz (Sicherheit/Bewilligungen), Thomas Marthaler (Verkehr). Sitzend von links nach rechts: Franc Schnoz (Festbetrieb/Veranstaltungen), Helen Vonesch (Festabzeichen/Merchandise), Roger Schenk (OK-Präsident), Steffi Keller (Sekretariat), Matthias Frei (Installationen/Bauten). Nicht auf dem Foto sind Andrea Della Torre (Helfer/Personelles) und Hansruedi Albrecht (Internet/Social Media).

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