Oberglatt

Oberglatt braucht auf das neue Schuljahr zwei neue Kindergärten

Am 4. Dezember befindet die Gemeindeversammlung über einen Kredit von rund 762'000 Franken.

Der Oberglatter Kindergarten Dickloo soll abgerissen werden.

Der Oberglatter Kindergarten Dickloo soll abgerissen werden. Bild: Paco Carrascosa

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Schon seit eineinhalb Jahren steht das Gebäude des Kindergartens Dickloo leer. Alt, baufällig und den pädagogischen Ansprüchen nicht mehr entsprechend – so lautete das Urteil, das damals zum Auszug geführt hatte. Im Schuljahr 2018/2019 waren die Kindergartenklassen daher auf verschiedene Standorte (Schulrain, Regenbogen, Lee, Chliriet) verteilt, wie unter anderem dem Jahresbericht der Schule zu entnehmen ist.

Aufgrund der absehbar steigenden Kinderzahlen benötigt Oberglatt nun auf das neue Schuljahr einen Doppelkindergarten. Geplant ist der Abbruch des alten Kindergartens Dickloo und der Neubau eines Containers am Dicklooweg. «Neubau» ist indes nicht ganz richtig: Denn der «Palazzo», der sich aktuell auf dem Primarschulareal befindet, würde in den Dickloowald verschoben werden. «Der Standort ist mit seiner zentralen Lage und den vorhandenen Möglichkeiten prädestiniert dafür», sagt Gemeindepräsident Roger Rauper. Das Projekt kommt am 4. Dezember an die Gemeindeversammlung. Der Kredit, der bei einem Ja über die Investitionsrechnung finanziert würde, beläuft sich laut Kostenschätzung auf 762'591 Franken.

Bei einem Nein müsste Schulraum gemietet werden

Die Baupläne liegen seit dem 18. Oktober bei der Gemeinde auf. Das Bauverfahren sei schon vor der eigentlichen Gemeindeversammlung eingeleitet worden, weil bereits im Juli 2020 die Kindergartenklassen einziehen müssten, gibt Rauper zu bedenken. «Mit diesem Verfahren wollen wir im Fall eines positiven Entscheids keine weitere Zeit verlieren.» Bei einem Nein an der Gemeindeversammlung gebe es aktuell keinen Plan B – die Gemeinde müsste Schulraum mieten.

Sollte hingegen ein Ja an der GV fallen, würde die Gemeinde schon ab Januar 2020 Offerten einholen. «Wir sehen vor, die sehr gut erhaltenen Container des Palazzo weiter zu nutzen», sagt Rauper. «Ein Neubau des Kindergartens käme die Gemeinde mindestens doppelt so teuer.» Auf diesem Weg könnten dagegen nicht nur Ressourcen geschont werden, sondern man hätte auch mehr Zeit, um auf die prognostizierten Schülerzahlen zu reagieren.

Erstellt: 06.11.2019, 13:18 Uhr

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