Bülach

Olympiasiegerin motiviert Kinder für Bewegung

Nicola Spirig hat im kräftezehrenden Triathlon 2012 Olympiagold geholt. Vier Jahre später wurde sie in Rio de Janeiro Zweite. Dass Sport nicht nur Plackerei ist, versucht sie Kindern am Kids Cup zu vermitteln.

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Sie schwammen, liefen, fuhren Velo und gaben alles: Rund 220 Kinder zwischen vier und dreizehn Jahren kamen letzten Samstag mit ihren Familien zur Sportanlage Hirslen in Bülach, um ihr Triathlon-Können am jährlichen Kids Cup by Nicola Spirig zu beweisen.

Die Schweizer Triathlon-Olympiasiegerin übergab bei den Siegerehrungen die Medaillen und Geschenke an die jeweils drei erstplatzierten Mädchen und Jungen in den neun Jahrgangskategorien, die nach Tieren benannt waren und etwa Namen trugen wie «Ameisli», «Bärli», «Chamäleon» oder «Gorillas». Siege standen bei diesem Plauschtriathlon aber gar nicht wirklich im Vordergrund. «Es geht nicht ums Gewinnen, sondern es soll Spass machen», sagte Spirig.

Sport als Lebensschule

Ziel des Cups, der diesen Sommer noch an sieben weiteren Orten in der ganzen Schweiz stattfinden wird, sei, Kinder für Bewegung und Sport zu motivieren. Nicola Spirig gewann 2012 an den Olympischen Sommerspielen in London die Goldmedaille und wurde 2016 in Rio de Janeiro Zweite. Mit diesem Event wolle sie etwas zurückgeben. «Ich habe immer extrem viel Glück und Unterstützung gehabt.»

Kinder könnten spielerisch durch Sport viel für das Leben lernen und Selbstvertrauen bekommen. Spirig selbst sagt, Sport sei für sie die beste Lebensschule gewesen. «Ich habe ganz viel durch Sport gelernt. Etwa über das Ziel hinaus zu arbeiten, effizient zu sein und bei einem Problem nicht gleich aufzugeben. Ich bin überzeugt, dass ich vieles in meinem Leben besser meistern kann, weil ich es vom Sport lernen konnte.»

Stolz auf Teilnahme

Niederlagen gab es am Samstag denn auch keine. Dafür gab es Applaus für alle sowie kleine Geschenke. Während es für die Plätze eins bis drei Medaillen und Kinogutscheine gab, bekamen alle Kinder Finisher-Shirts und Teilnahmediplome, Trinkflaschen und Kap­pen und es gab Erinnerungsfotos und Autogramme mit und von Nicola Spirig.

Den Spassfaktor betonte auch Marilena Weiss vom OK des Impuls-Triathlon-Clubs Bülach. «Darum messen wir beispielsweise die Zeit nicht, sondern notieren einfach, wer zuerst ans Ziel kommt. Zudem sind beim Schwimmen Schwimmhilfen und beim Velorennen Stützräder erlaubt.» Überall standen Helfer zur Stelle, wenn die Kinder sie brauchten, sei es beim Anziehen der Schuhe an der Wechselzone auf dem Ausseneisfeld, wo sie vom Hallenbad zum Velo eilten, oder an den Velo- und Laufstrecken rund um die Sportanlage.

Die Kinder schienen mit ihren Leistungen grösstenteils zufrieden zu sein, wenn auch viele am Ende ordentlich erschöpft waren. Zu bewältigen waren altersabhängig zwischen einem und zwei Kilometer Fahrradstrecke und bis zu 950 Meter Laufstrecke. Am härtesten war aber für viele Kinder das Schwimmen.

Für die Eltern waren Siege zweitrangig. Auch für Nicola Spirig. Ihr Sohn machte zum ersten Mal mit und gewann nicht. «Und das macht gar nichts.» Auch wenn sie und ihr Mann sich freuen würden, wenn ihre beiden Kinder sich später auch dem Sport zuwenden würden, sie sollen ihren eigenen Weg gehen. «Sie sollen etwas finden, was ihnen Spass macht und für das sie Leidenschaft haben.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 03.06.2018, 19:14 Uhr

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