Gastroführer

Opfikon ist die aufstrebendeDestination für Feinschmecker

Mit dem Opfiker «Wunderbrunnen» steigt ein neues Restaurant im Zürcher Unterland in die «Gault Millau»-Liga auf. Die fünf Bisherigen halten ihre Positionen erfolgreich.

Aus ihrer Küche kommt Punktewürdiges.  Sous-Chefin und Gastgeberin Nadja Anliker bereitet im «Wunderbrunnen» einen Teller vor.

Aus ihrer Küche kommt Punktewürdiges. Sous-Chefin und Gastgeberin Nadja Anliker bereitet im «Wunderbrunnen» einen Teller vor. Bild: Sibylle Meier

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Frisch, saisonal, raffiniert: So wirbt das Opfiker Restaurant Wunderbrunnen auf seiner Website. Die Art, wie man dieses Credo in der Küche umsetzt, hat die «Gault-Millau»-Jury überzeugt. In der gestern vorgestellten Ausgabe 2018 des Gourmetführers werden über 800 Restaurants bewertet.

Das leicht geräucherte und im Dill marinierte Lachs-Sashimi, die hausgemachten Tagliatelle mit Morcheln oder das von Erdbeeren und Rhabarber-Glacé begleitete Schoko-Nusstörtchen haben dafür gesorgt, dass das Lokal im Opfiker Dorfkern mit 14 Punkten in den Adelsstand der Schweizer Gastronomie gehoben wurde. In Führer schafft man es mit 12 Punkten. Die Maximalzahl von 20 Punkten wurde in der Schweiz noch nie vergeben.

«Etwas überrumpelt»

Für «Wunderbrunnen»-Inhaberin und Köchin Nadja Anliker kam die Nachricht gestern überraschend. «Wir sind etwas überrumpelt, freuen uns aber natürlich», sagt sie. Vom anonymen Testbesuch der Jury hat das Team nichts gemerkt. Als sie und ihr Partner und Mitinhaber Roger Hirzel ein Schreiben von «Gault-Millau» erhalten haben, in dem man sie um ein einige Angaben bat, seien sie überrascht gewesen.

«Dass wir nun gleich 14 Punkte erreicht haben, ist sehr erfreulich», sagt Anliker. Die Gastronomin hat bereits in anderen Küchen mit «Gault-Millau»-Ehren gearbeitet: «Da war der latente Druck, die Punktzahl zu halten stets spürbar.» So stand gestern kurz die Frage «Braucht es eine neue Speisekarte?» im Raum.

Sofort hat man sich dagegen entschieden. Dank der bisherigen Gäste sei der «Wunderbrunnen» dort angelangt, wo er heute stehe. «Wir wollen zwar nicht stehen bleiben, aber Bewährtes beibehalten, sodass sich alle bei uns wohlfühlen», sagt Anliker.

Lob für Küche und Keller

Positiv erwähnt werden im Gastroführer neben der Arbeit der vierköpfigen Küchencrew unter der Leitung von Stephan Spiess auch die Weine. Mit 3000 Positionen und über 40000 Flaschen verfügt das Lokal über einen der grössten Weinkeller der Schweiz. «Unsere Leidenschaft für den Wein war sicher mit ein Grund für die Bewertung», sagt Anliker.

Die Elite hat meist Seesicht

Mit der Aufnahme des «Wunderbrunnen» in den Gastroführer mausert sich Opfikon zur eigentlichen Feinschmecker-Destination im Zürcher Unterland. Bereits zum dritten Mal in Folge kommt das «You» im Opfiker Hotel Kameha Grand im «Gault-Millau» zu Punkten. Nach der Steigerung von 15 auf 16 Punkte im Jahr 2017 konnte diese Leistung gehalten werden.

Den zweiten Platz verteidigt das «Rias» in Kloten mit 14 Punkten. Gleich gut wie im Vorjahr (13 Punkte) wurden auch die Bülacher Restaurants Zum Goldenen Kopf und Meiers Come Inn bewertet, genauso wie das Gourmetstübli im Wirthaus zum Wyberg in Freienstein-Teufen.

Im Raum Zürich gibt es vier 18-Punkte-Köche: Heiko Nieder (The Restaurant, Dolder Grand), Laurent Eperon (Pavillon, Baur au Lac), Rico Zandonello (Rico’s, Küsnacht) und Hans-Peter Hussong (Wiesengrund, Uetikon am See). Der Titel «Koch des Jahres» geht dieses Mal in den Kanton Waadt, an Franck Giovannini. Er kocht im «Hotel de Ville» in Crissier . (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 02.10.2017, 17:33 Uhr

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