Schleinikon

Personal Trainer plant Fitnessstudio

An der Wehntalerstrasse entsteht ein Wohnblock mit insgesamt neun Wohnungen. Im Erdgeschoss plant Bauherr Aaron Müller ein eigenes Fitnessstudio, in dem er als Personal Trainer seine Kundschaft betreut.

Bis im Sommer 2020 rechnen Bauherr und Architekt mit der Fertigstellung dieses Wohnblocks an der Wehntalerstrasse in Schleinikon gerechnet.

Bis im Sommer 2020 rechnen Bauherr und Architekt mit der Fertigstellung dieses Wohnblocks an der Wehntalerstrasse in Schleinikon gerechnet. Bild: Marc Hess Architekten

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Die Baubewilligung für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Fitnessstudio in Schleinikon ist am 30. August erteilt worden. Marc Hess von der Marc Hess Architekten GmbH aus Oberweningen rechnet mit dem Baubeginn noch diesen Herbst. «Bis in anderthalb Jahren sollten die Wohnungen bezugsbereit sein», sagt der Architekt.

Es ist das erste Projekt, das er mit Bauherr Aaron Müller verwirklicht. Dort, wo die neue Liegenschaft gebaut wird, stand ein Einfamilienhaus, das den Eltern von Müller gehörte. Sie sind vor kurzem nach Solothurn gezogen, und er hat ihnen das Haus abgekauft. Sein Plan war von Anfang an, an dessen Stelle einen neuen Wohnblock zu bauen und Platz für ein eigenes Fitnessstudio zu schaffen.

Baumboom im Wehntal

Dank eines privaten Investoren, kann Müller diesen Plan nun umsetzen. In eine der Wohnungen wird er zusammen mit seiner Frau einziehen. Die anderen acht sind grosszügige 2,5- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen zu «vernünftigen Mietzinsen, wie sie in der Gegend üblich sind», versichert Marc Hess. Er ist überzugt, dass sich die Wohnungen problemlos vermieten lassen. «Das Wehntal wächst seit einigen Jahren rasant. Noch ist der Bauboom nicht vorbei.» Die Wohnungen seien bewusst für Einzelpersonen und Paare konzipiert, erklärt Müller. Seiner Meinung nach eignet sich die Lage nicht unbedingt für Familien.

Das Schleiniker Baugesetz verlangt ein Steildach. «Der Bau ist aber sehr modern und dem Trend entsprechend erhält die Fassade einen erdigen Farbton», sagt Hess. Ob aber das vorgesehene Deko-Element aus «verkohltem Holz» als Blickfang tatsächlich an die Aussenwand kommt, ist noch nicht sicher. Der Bauherr wollte ursprünglich kein Holz an den Aussenwänden. «Das verwittert, und die Farben verändern sich, das gefällt mir nicht», sagt er.

Eine Möglichkeit, die ihm aber zusagt, ist eine speziell behandelte Holzfläche, die abgebrannt wurde. Die Idee stammt aus Japan und wird gemäss Hess auch in Österreich als Fassadenschmuck verwendet. Für Müller ist das ein guter Kompromiss, weil das Holz von Anfang an schwarz ist und sich nicht mehr stark verändert. Hess betont jedoch, es komme auf die Höhe der Kosten an, ob dieses Element in Schleinkon eingesetzt wird.

Die Ideen gehen nicht aus

Nach Abschluss seiner Lehre als Elektriker hat sich der in Steinmaur aufgewachsene Aaron Müller zum Personal Trainer ausbilden lassen und besitzt nun das Diplom der Swiss Adademy of Fitness and Sport (SAFS). Es folgte eine Zusatzausbildung zum Reha-Betreuer. «Dieses Gebiet finde ich sehr spannend», sagt der 25-Jährige. Vor drei Jahren hat er sich selbstständig gemacht, und in Oberweningen ein Studio auf 70 Quadratemtern eingerichtet, wo er seine Privatkundschaft als Personal Trainer begleitet.

Individuelles Training

Wichtig ist ihm, ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm aufgrund der gemeinsam formulierten Ziele zusammenzustellen. «Meine jüngste Kundin ist 17, der älteste Kunde 78 Jahre alt.» Er begleitet die Frauen und Männer auf dem Weg zu mehr Lebensqualität. «Jede Person braucht etwas anderes, und ich helfe ihnen dabei», erklärt der Fitness- und Gesundheitstrainer. Oft gehe es darum, Schmerzen unterschiedlichster Art zu reduzieren.

Müller arbeitet eng mit Fachkräften aus dem Gesundheitsbereich zusammen, die meisten sind Spezialisten aus der Region. «Ich mache selber keine Diagnosen», erklärt er. Dank seiner Ausbildung als Reha-Betreuer kennt er sich aber bestens aus, wie Schmerzen durch gezieltes Training vermindert werden können.

Im Neubau in Schleinikon stehen dem Mitglied des Schweizerischen Personal Trainer Verbandes dann 200 Quadramter fürs Studio zur Verfügung. Das ist möglich, weil das neue Gebäude in der Wohn- und Gewerbezone gebaut wird. Zusätzlich gibt es noch zwei Räume für Gesundheits- und Sportmassage oder Physiotherapie mit je 12 Quadratmetern. Diese will Müller an selbstständig arbeitende Fachleute untervermieten. Der junge Mann will bewusst kein öffentliches Fitnesscenter betreiben. «Als Personal Trainer fokussiere ich mich auf Privatkundschaft. Die persönliche Betreuung ist mir sehr wichtig.»

Mit dem Vertrieb von Nahrungsergänzungmitteln und Fitnessmenüs, die in der Testphase sind, baut sich der junge Mann weitere geschäftliche Standbeine auf. Diese verschiedenen Arbeitsbereiche erfordern sehr viel Zeit. Aaron Müller arbeitet sechs Tage die Woche von 5 bis 22 Uhr, am Sonntag kümmert er sich um die Adminstration.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.09.2018, 18:12 Uhr

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