Rümlang

Peter Meier wird Gemeindepräsident

Nachdem das Gemeindepräsidium 12 Jahre lang in SP-Händen war, geht das Zepter wieder an einen Kandidaten der SVP. Und mit Thomas Huber hat sich auch die FDP wieder einen Sitz im Gemeinderat gesichert.

Peter Meier-Neves wird am 1. Juli als neuer Gemeindepräsident eingesetzt werden.

Peter Meier-Neves wird am 1. Juli als neuer Gemeindepräsident eingesetzt werden. Bild: Christian Merz

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Die Freude stand dem neu gewählten Gemeindepräsidenten Peter Meier-Neves gestern ins Gesicht geschrieben. Erleichtert sei er – aber auch überrascht über das gute Resultat: «Ich fand es sehr schwierig, meine Chancen abzuschätzen, ich dachte, es sei ein Kopf-an-Kopf-Rennen.» Mit 558 Stimmen konnte sich der bisherige SVP-Gemeinderat jedoch deutlich gegen die bisherige EVP-Gemeinderätin Nadja Giuliani (460 Stimmen) durchsetzen; dies bei einer Stimmbeteiligung von 27 Prozent.

Trotzdem wäre es auch für Meier-Neves beinahe knapp geworden, denn das absolute Mehr von 552 Stimmen hat er nur um gerade sechs Stimmen übertroffen; andernfalls wäre es zu einem zweiten Wahlgang gekommen: «Ich bin sehr froh, dass uns das erspart geblieben ist.»

An der SVP-Wahlfeier im Sorriso blickte Meier-Neves gestern zurück auf einen Wahlkampf, in dem er sehr viel Unterstützung aus der Bevölkerung erfahren habe. «Ich konnte bestimmt auch Stimmen aus der politischen Mitte bis hinein ins linke Lager erzielen», sagte er und lieferte auch einen Grund dafür: «Bei mir steht die Sache im Vordergrund.» So habe er sich als Gemeinderat etwa eingesetzt für eine Lösung des Krippenproblems, was «ja nicht gerade ein SVP-Thema» sei.

SVP wieder an der Spitze

Mit der Wahl von Meier-Neves geht Rümlangs Gemeindepräsidium nach der 12-jährigen Amtszeit von Thomas Hardegger (SP) wieder zurück an die SVP. Davor standen mit Werner Bosshard und vor ihm mit Dagobert Stampfli ebenfalls SVP-Mitglieder an der Spitze der Gemeinde.

Bei Peter Schindler, Präsident der lokalen SVP, war die Freude darüber gross. «Ich erwarte, dass das Rad wieder zurückgedreht wird bei allem, was aus unserer Sicht falsch gelaufen ist in den vergangenen Jahren mit linkslastiger Leitung.» Als Beispiel nannte Schindler etwa die Administration der Gemeinde, bei welcher er «eine gewisse Leistungsfähigkeit und Effizienz» vermisse.

Meiers Gegenkandidatin Nadja Giuliani zeigte sich gestern als gute Verliererin. «Ich kann das Resultat gut annehmen, auch weil es so deutlich ausgefallen ist», sagte sie. Obwohl es für das Präsidium nicht gereicht hat, bleibt Giuliani weiterhin Gemeinderätin; die künftige Arbeit mit ihrem Konkurrenten sei für sie kein Problem: «Ich bin sicher, wir werden weiterhin gut zusammenarbeiten.»

Huber als einziger Newcomer

Auch die übrigen Bisherigen, die sich zur Wahl gestellt haben für den Gemeinderat, wurden wiedergewählt, so Michaela Oberli (SVP), Rosita Buchli (SVP), Roland Niesper (SP) und Corinne Lee-Wenger (SP). Als einziger Neuer dabei ist Thomas Huber (FDP). Mit 760 Stimmen hat er das zweitbeste Resultat nach Peter Meier-Neves (784) erzielt. Darüber zeigte er sich erfreut, aber auch überrascht: «Ich bin zwar bekannt im Dorf, aber dass ich gleich so deutlich gewählt würde, hätte ich nicht erwartet.»

Somit hat die FDP, die in der vergangenen Legislatur nicht im Gemeinderat vertreten war, nun wieder einen Sitz. Die zweite FDP-Kandidatin, Sandrine Preuvot-Heuser, hat zwar ebenfalls das absolute Mehr erreicht, ist jedoch als überzählig ausgeschieden.

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Erstellt: 16.04.2018, 11:17 Uhr

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