Rafz

Polizei hat die grossflächige Suche nach Gino Bornhauser eingestellt

Die Leiche des im April getöten Eglisauers Gino Bornhauser bleibt verschwunden. Die Polizei wird weitersuchen, wenn neue Hinweise vorliegen.

Am 24. April war das komplett ausgebrannte Auto des 67-jährigen Getöteten im deutschen Lottstetten entdeckt worden.

Am 24. April war das komplett ausgebrannte Auto des 67-jährigen Getöteten im deutschen Lottstetten entdeckt worden. Bild: Feuerwehr Lottstetten

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Die Kantonspolizei hat wochenlang mit bis zu 140 Polizisten, Helikoptern und speziellen Hunden nach der Leiche des 67-jährigen Eglisauers Gino Bornhauser gesucht, aber ohne Erfolg. Auch Wildhüter und Jäger halfen bei der Suche mit, doch der im April getötete Unterländer konnte nicht gefunden werden. Nun wird die Suche bis auf Weiteres eingestellt, wie Kantonspolizei-Mediensprecher Stefan Oberlin dem «Wochenspiegel» sagt.

Leichensuchhunde aus dem Welschland

Neben der Kantonspolizei Zürich mit ihren Leichensuchhunden waren auch solche der Kantonspolizeien Bern, Waadt und Genf im Einsatz, wie Oberlin auf Anfrage erklärt. An den grossflächigen Suchen nahm auch die Seepolizei auf dem Rhein teil. So haben man über mehrere Tage in mehreren Gegenden sehr engmaschig nach Bornhauser gesucht, teilweise auch mit deutschen Kollegen auf deutschem Gebiet. Auch die Schaffhauser Polizei half mit.

Neben den grossflächigen Suchen gab es mehrmals kleinere Trupps, die Hinweisen nachgingen und die Leiche zu finden versuchten. Nun habe man alle wahrscheinliche Gebiete durchkämmt, sagt Oberlin. Wenn jemand eine gute Idee habe, wo die Leiche sein könnte oder sich sonst etwas ergebe, nehme die Polizei Suche wieder auf, verspricht Oberlin. Dort wo die Trupps aber bereits unterwegs waren, sei gründlich gesucht worden und es lohne sich nicht, dieselben Gegenden nochmals zu durchforsten.

Nach einem Streit in Rafz getötet

Am 22. April wurde Bornhauser letztmals lebend auf einem Parkplatz in Rafz gesehen. Dort geriet er in einen Streit mit einem 34-jährigen Rafzer, bei dem Bornhauser ums Leben kam, wie die Ermittlungen mittlerweile ergaben. Am 24. April wurde das komplett ausgebrannte Auto des 67-Jährigen im deutschen Lottstetten entdeckt, unmittelbar neben der Schweizer Grenze. Die Kantonspolizei veröffentlichte später ein Handyvideo, das den 34-jährigen Rafzer, ein ehemaliger Nachbar von Bornhauser, beim Streit zeigt.

Täter weiss nicht mehr, wo die Leiche liegt

Ende Mai konnte der Täter schliesslich verhaftet werden. Er hat die Tötung mittlerweile gestanden, trotzdem konnte die Leiche bisher nicht gefunden werden. Der Täter kann sich nicht mehr an den Ort erinnern, wo er die Leiche deponiert hat. Er konnte sagen, wo er überall durch gefahren war, was der Polizei Hinweise auf die zu durchsuchenden Gebiete gab.

Weitere Auskünfte zur Erinnerungslücke des Täters oder ob es neue Erkenntnisse zum Fall gibt, war von der zuständigen Staatsanwaltschaft IV bisher nicht zu erfahren. (afr)

Erstellt: 27.07.2016, 16:04 Uhr

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