Regensdorf

Polizei schiesst bald in Regensdorf

Weil die Kantonspolizei ihren Übungsplatz am Flughafen räumen musste, plant sie nun in Regensdorf eine Schiessanlage. Geschossen werden soll ausschliesslich in einem geschlossenen Gebäude.

Links auf der grünen Wiese soll das Ausbildungszentrum der Kantonspolizei entstehen. Rechts der Strasse befindet sich ein Wohngebiet.

Links auf der grünen Wiese soll das Ausbildungszentrum der Kantonspolizei entstehen. Rechts der Strasse befindet sich ein Wohngebiet. Bild: Madeleine Schoder

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An bis zu 250 Tagen im Jahr sollen Kantonspolizisten künftig in Regensdorf ihre Schiessübungen abhalten. So planen die Gesetzeshüter in der Nähe des McDonnalds auf einer Brache im Gebiet Trockenloo den Bau einer geschlossenen Übungs- und Schiessanlage. Bis Ende 2015 konnte die Polizei ihre Trainings auf einer Anlage auf dem Gebiet des Zürcher Flughafens durchführen.

Weil der Flughafen das Land für den Bau von zusätzlichen Standplätzen benötigt, kann das Areal von der Polizei aber nicht mehr weiter genutzt werden.Der Regierungsrat hat den nötigen Baukredit von rund 11 Millionen Franken für das Vorhaben in Regensdorf bereits im Mai gesprochen. Der Flughafen wird seinerseits zudem als Entschädigung rund drei Millionen Franken beisteuern. Das Baugesuch wurde in diesen Tagen eingereicht.

«Wenig Fahrten, kein Lärm»

Der Regensdorfer Gemeinderat steht grundsätzlich hinter dem Vorhaben der Kantonspolizei. «Das Ganze wird so gebaut, dass es wirklich keine Lärmimissionen geben wird», versichert Gemeindepräsident Max Walter. Zudem würden die Polizisten jeweils in Gruppen mit Bussen vorfahren, sodass nicht mit viel Mehrverkehr zu rechnen sei. Der Standort sei ausserdem über die Wehntalerstrasse bereits sehr gut erschlossen.

Die Ausbildungsanlage soll drei 25-Meter-Schiesshallen mit je acht Dreischeibenanlagen umfassen. Die Polizisten werden an dem Standort aber nicht nur an der Waffe geschult, sondern erlernen auch Selbstverteidigungstechniken. Neben Duschen, Garderoben und Materialräumen wird das Gebäude auch einen Munitionsraum enthalten, wo bis zu fünf Tonnen gelagert werden können. Verläuft alles nach Plan, soll das Trainingszentrum im Juni 2018 seinen Betrieb aufnehmen.

Erstellt: 07.09.2016, 16:59 Uhr

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