Rümlang

Positive Zahlen stimmen nicht rundum zufrieden

Die Aktionäre von Dormakaba dürfen sich aufeine leicht höhere Dividende freuen. Die weltweit tätige Firma im Sektor Schliesssysteme konnte im Geschäftsjahr 2017/18 ihren Umsatz und das Konzernergebnis steigern.

Der Schliesskonzern Dormakaba in Rümlang schliesst das abgelaufene Geschäftsjahr mit verbesserten Zahlen ab, hatte aber ein noch besseres Ergebnis erwartet.

Der Schliesskonzern Dormakaba in Rümlang schliesst das abgelaufene Geschäftsjahr mit verbesserten Zahlen ab, hatte aber ein noch besseres Ergebnis erwartet. Bild: Dormakaba

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Ein organisches Wachstum um 2,6 Prozent, das Konzernergebnis 6,3 Prozent besser als im Vorjahr – trotzdem war CEO Riet Cadonau mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ganz zufrieden: «Angesichts des Integrationsfortschrittes sind die Resultate des Geschäftsjahres 2017/18 solide, liegen aber unter unseren Erwartungen.

Wir haben gute Fortschritte im 2015 eingeleiteten Wandel von einem internationalen Nischenplayer hin zu einem globalen Vollsortimentanbieter erzielt. Wir sind sehr gut positioniert für weiteres, profitables Wachstum».Der globale Umsatz betrug 2,8 Milliarden Franken und das Ebitda (Gewinn vor Steuer) stieg auf 431 Millionen Franken. An der Aktionärsversammlung in Regensdorf vom 23. Oktober schlägt der Verwaltungsrat eine Erhöhung der Dividende pro Namensaktie von 14 auf 15 Franken vor, eine Ausschüttung von total 63 Millionen.

Nicht ganz zufriedenstellend verliefen die Geschäftstätigkeiten in Deutschland und in den USA. In beiden Ländern belastet immer noch die Integration der beiden Firmen Dorma und Kaba die Ergebnisse. In Deutschland seien die Verhandlungen mit den Sozialpartnern wegen der Verlagerung der Produktion nach Singapur und China noch nicht abgeschlossen. Und in den USA stehe das Geschäft mit Bankomat-Schliesssystemen im Gegenwind, war an der gestrigen Bilanzmedienkonferenz zu vernehmen.

Investition in neue Systeme

Dormakaba ist heute weltweit die Nummer zwei im Geschäft mit Schliessystemen und beschäftigt global 16 000 Mitarbeitende in mehr als 130 Ländern. An den beiden Schweizer Standorten Rümlang und Wetzikon seien keine Veränderungen zu erwarten. «In Rümlang haben wir im letzten Jahr mehr als eine Million Franken in den Firmensitz investiert. Diese Investitionen hätten wir nicht vorgenommen, wenn eine Änderung geplant wäre», versicherte Cadonau. In den nächsten zwei Jahren erwartet die Dormakaba-Gruppe ein weiteres Wachstum von bis zu drei Prozent durch den Abschluss der Integrationen, Reduktion der Kosten und Anpassung der Preise sowie Entwicklungen von neuen Produkten.

Die bekannten Kaba-Schlüssel haben noch nicht ausgedient. Aber um im Markt seine Position zu behalten, investiert der Konzern 4 bis 5 Prozent seines Umsatzes in die Forschung neuer Systeme. Zum Beispiel Schliesssysteme, die sich mit dem Handy bedienen und kontrollieren lassen. Oder Eintrittssysteme, die gleichzeitig die Arbeitszeiten des Personals erfassen. Dormakaba lege auch grossen Wert auf Nachhaltigkeit und habe zum Ziel, 35 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen zu konsumieren.

«In Rümlang haben wir im letzten Jahr mehr als eine Million Franken in den Firmensitz investiert. Diese Investitionen hätten wir nicht vorgenommen, wenn eine Änderung geplant wäre.»Riet Cadonau

Cadonau bestätigte auch die Zusammenarbeit mit Start-Up-Unternehmen, um möglichst nahe an neuen Entwicklungen dabei zu sein. Im kommenden Geschäftsjahr werde der Schliesskonzern seine Investitionen in Informationstechnologie deutlich erehöhen, um die Digitalisierung des Unternehmens voranzutreiben.

Veränderungen stehen auch im Verwaltungsrat (VR) an. Ulrich Graf, bisheriger VR-Präsident, und Elton SK Chiu treten nicht mehr zur Wiederwahl an. Jens Birgersson, CEO der dänischen Rockwool International A/S, wird als neues VR-Mitglied vorgeschlagen.

Doppelmandat als Übergang

Ausserdem wird Riet Cadonau als neuer VR-Präsident zur Wahl stehen. Speziell wird sein: Cadonau wird im Falle seiner Wahl die Funktion als CEO der Dormakaba-Gruppe für zwei bis drei Jahre parallel dazu weiterführen. Verwaltungsrat Hans Hess soll neu die Funktion als Lead Independent Director sowie das Vizepräsidium übernehmen. Die Periode der Doppelfunktion Cadonaus soll als Übergangszeit genutzt werden, um einen geeigneten Nachfolger für das Amt des CEO zu finden. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.09.2018, 15:54 Uhr

Riet Cadonau

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