ZUgespitzt

Baby in Rümlanger Stall geboren

In der Kolumne «ZUgespitzt» greifen Redaktoren Themen aus dem Unterländer Alltag auf.

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Die Kantonspolizei Zürich wurde in den frühen Mor­gen­stunden von ei­nem Rümlanger Landwirt alarmiert, der verdächtige Schreie in seiner Scheune vernommen hatte. Bei Ankunft fanden die Polizeibeamten eine minderjährige Tatverdächtige vor, die ihren Sohn in selbigem Stall geboren hatte. Anwesend war auch ihr Partner, der mutmassliche Vater des Neugeborenen.

Die verdächtige Maria v. N. befindet sich wie auch ihr Partner Joseph v. N. (Namen der Redaktion bekannt) illegal in der Schweiz. Gemäss den Tatverdächtigen haben sie sich zwecks Beantragung für die kantonale Nothilfe auf dem Weg zum Sozialamt befunden, als bei Maria v. N. die Wehen einsetzten. Da das Paar in der Gemeinde Rümlang nicht integriert sei und der Weg ins Spital Bülach zu lange gedauert hätte, habe sich das Paar im genannten Stall in Rümlang niederlassen müssen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft für die festgenommene Maria v. N. und ihren Partner. In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) sowie mit der Inte­grierten Psychiatrie Winterthur finden nun weitere Abklärungen statt. Warum Letztere beigezogen wurde, kommentieren die Behörden nicht, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

Der Rümlanger Landwirt, der anonym bleiben möchte, verriet im Zuge investigativer Recherchen jedoch, dass die junge Mutter gegenüber der Polizei be­haup­tet habe, sie wäre noch Jung­frau und der Säugling stamme von einem ausserweltlichen Wesen. Mit dieser Aussage konfrontiert, hielt die Kantonspolizei lediglich fest, dass es sich um einen «sehr ungewöhnlichen Fall» handle.

In Zusammenhang mit dem Vorfall wurden ausserdem drei Ausländer festgenommen, die sich ebenfalls illegal im Land aufhalten und in deren Gepäck Gold sowie verschiedene Betäubungsmittel sichergestellt wurden. Ob die Waren für den Schwarzmarkt bestimmt waren oder weiter ins Ausland transportiert werden sollten, wird noch ermittelt. Die Schmuggler wurden von der Kantonspolizei Zürich festgenommen und der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Die drei Männer müssen sich unteranderem wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungs­mittel­gesetz verantworten. Die mitgeführten Waren wurden zur weiteren Untersuchung dem Forensischen Institut Zürich zugestellt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 20.12.2018, 10:40 Uhr

Sharon Saameli, Redaktorin ZU

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