ZUgespitzt

Achtung vor den digitalen Helfern

In der Kolumne «ZUgespitzt» ­greifen Redaktoren Themen aus dem Unterländer Alltag auf.

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Kürzlich gratulierte ich einer Freundin per Whatsapp zum Geburtstag. Alsbald antwortete sie mit einer Einladung: «Bei mir gibts jetzt dann gleich Waffen und Kirschen.» Ich entschuldigte mich mit meiner pazifistischen Grundhaltung und fügte ­hämisch das zuvor nie benutzte Pistolen-Emoji bei. «Blöde Worterkennung!», kam es zurück. Ich selber habe diese Funktion bei meinem Handy aus­geschaltet. Häufig vertippe ich mich und schreibe Kauderwelsch, aber immerhin fühle ich mich nicht bevormundet von der künstlichen Intelligenz.

Beim ZU sind wir natürlich froh, dass neben den Korrektoren auch noch ein Korrekturprogramm unsere Texte prüft. Es findet so manche Fehler, die man nach einigen Stunden Bildschirmarbeit leicht übersieht. Doch auch hier ist Wachsamkeit ratsam. Das Programm ändert sonst gern einmal Freienstein zu Nierenstein, Kloten zu Knoten oder Klonen, Glattfelden zu glattfeilen und Boppelsen zu hoppelten. Wenig beliebt dürfte man sich auch in Embrach machen, wenn man den Ortsnamen ins vorgeschlagene Erbrach ändert, bei einem Schleiniker Einwohner, wenn er als Schleimiger bezeichnet wird, oder bei einem Weiacher, aus dem ein Weicher wird.

Froh gewesen um aufmerksame Korrektoren – ob in menschlicher oder digitaler Form – wäre ich jedoch damals, als ich über eine Neuanstellung in einem Unterländer Hallenbad schrieb. Mir war nämlich der feine Unterschied zwischen Masseuse und Masseurin nicht bekannt. Die Verantwortlichen des Hallenbads waren gelinde gesagt nicht erfreut darüber, dass sie mit erotischen Praktiken in ­Verbindung gebracht wurden.

Erstellt: 24.01.2019, 10:19 Uhr

Andrea Söldi, Redaktorin ZU

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