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Das nächste Jahrzehnt wird entscheidend – und zwar in jede Richtung

Der diesjährige Silvester läutet nicht irgendeinen Jahreswechsel ein, sondern gleich eine neue Dekade. Weshalb wir uns davon aus der Ruhe bringen lassen dürfen – und dennoch weitermachen können.

«Was haben Sie vor zehn Jahren gemacht?» – «Wo wollen Sie in den nächsten zehn Jahren hin?» Werden Sie bei diesen Fragen melancholisch, klopfen Sie sich stolz den Staub von den Schultern, oder ist es irgendetwas dazwischen? Der diesjährige Silvester läutet nicht irgendeine Jahreswende ein, sondern auch eine neue Dekade. Es hagelt gute Wünsche und meistens zu ambitionierte Vorsätze, und ob der Jahres- und Jahrzehnterückblicke sämtlicher Medien darf es einem mit gutem Recht schwindlig werden.

Ein kurzer Rückblick: Im Jahr 2010 landet der Airbus A380, der grösste Passagierflieger der Welt, erstmals am Flughafen Kloten. An der Zürcher Bahnhofstrasse wird erstmals die neue Weihnachtsbeleuchtung «Lucy» angeknipst. Die Schweiz hat mit 57 Kilometern offiziell den längsten Tunnel der Welt. Die Fifa und Uefa geraten unter Korruptionsverdacht. Und ennet Helvetiens Grenzen? Wikileaks startet die grösste Enthüllungsaktion der amerikanischen Militärgeschichte. Der erfolgreichste Film aller Zeiten, «Avatar», kommt in die Kinos. In Tunesien zündet sich ein Gemüsehändler aus Protest selber an – der Arabische Frühling erhält Aufwind. Und nach einer Explosion auf der Bohrinsel Deepwater Horizon vor Louisiana fliessen geschätzte 780 Millionen Liter Öl ins Meer.

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