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Die besten Namen sind weiblich

In der Kolumne «Zugespitzt» greifen Redaktorinnen Themen aus dem Unterländer Alltag auf.

Sharon Saameli

Unlängst schrieb mein Kollege Astrit Abazi an dieser Stelle, er würde im Schriftverkehr selten als Träger eines männlichen Vornamens erkannt – dafür erntete er mitleidiges Lächeln aus Umfeld und Redaktion. Mir war unklar, was daran ärgerlich sein soll. Schliesslich haben die krassesten Dinge des Planeten weibliche Namen.

Diese Woche blies Sabine durch die Schweiz, davor war es Petra. Mit der Namensgebung von Stürmen begonnen hatte der US-Wetterdienst während des Zweiten Weltkriegs. Stürme hatten dann nur weibliche Namen – mit der Begründung, dass sie genauso heimtückisch seien wie Frauen (ha, ha, ha). Unter politischem Druck wurde 1979 die Regel eingeführt, die heute auch im deutschsprachigen Gebiet gilt: In geraden Jahren tragen Hochdruckgebiete männliche und Tiefdruck- gebiete weibliche Namen, in ungeraden Jahren umgekehrt. (Weiblich benannte Stürme fordern übrigens statistisch mehr Todesopfer – weil ihre Bedrohung von der Bevölkerung eher unterschätzt wird. Aber das ist eine andere Geschichte.)

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