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Die Mitte – im Auto die falsche Wahl

In der Kolumne «Zugespitzt» ­greifen Redaktorinnen Themen aus dem Unterländer Alltag auf.

Nein, es geht hier nicht um die Kantonsratswahlen und die Mitteparteien. Doch auch dort kann man sich die Frage stellen, ob die Mitte immer die richtige Wahl ist. Ganz bestimmt eine schlechte Wahl ist der mittlere Fahrstreifen auf der dreispurigen Autobahn zum Beispiel zwischen Dietlikon und Winterthur. Doch leider scheint das die meisten Autofahrer nicht zu kümmern. Obwohl die rechte Spur frei wäre, fahren sie kilometerweit auf der mittleren und blockieren so die ganze Autobahn. Der rechte Fahrstreifen verkommt zur Kriechspur à la Frankreich. Die Milliarden, welcher der Bund in den Ausbau der Autobahnen auf drei Spuren investiert, sind so für die Katz.

Deshalb hier nochmals eine kleine Nachhilfestunde in Sachen Verkehrsregeln: Grundsätzlich ist auf der Autobahn der rechte Fahrstreifen zu benutzen. Die mittlere und die linke Fahrspur sind nur während eines Überholmanövers zu befahren. Zudem dürfen andere Verkehrsteilnehmer nicht rechts überholt werden. Auch rechts Vorbeifahren ist (noch) verboten und wird drastisch bestraft. Viele scheinen diese Regeln nicht zu kennen und entscheiden sich bei der Spurwahl einfach mal für die goldene Mitte.

Es ist verständlich, dass Bundesrat und Parlament wegen all den unfähigen Autofahrern nun das Rechts-Vorbeifahren erlauben wollen. Diese Gesetzesänderung wäre allerdings gar nicht nötig, wenn sich alle an die aktuell geltenden Regeln halten würden. Bleibt zu hoffen, dass sich bei den Wahlen am Wochenende die Wähler nicht ähnlich kopflos zwischen links, rechts und Mitte entscheiden wie auf der Autobahn.

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