Kommentar

Drama nicht erwünscht

ZU-Redaktor Manuel Navarro zum Wahlergebnis in Opfikon.

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Die Opfiker Wähler haben gesprochen. Und die Botschaft ist klar: Drama und Hickhack sind nicht erwünscht. Bestes Beispiel dafür ist das Ergebnis von Beatrix Jud. Vor vier Jahren wurde sie noch im ersten Wahlgang mit 663 Stimmen gewählt, nun schaffte sie nicht einmal mehr 150 Stimmen und scheidet mit dem schlechtesten Resultat aller Kandidaten aus dem Amt. Die ganze Affäre rund um den Bezug einer IV-Rente hat Juds Chancen mit Sicherheit geschadet, selbst wenn die parlamentarische Untersuchungskommission rein rechtlich in ­Bezug auf diese Rente kein Fehlverhalten feststellen konnte.

Die Quittung erhalten hat auch Juds ehemalige Partei. Deren Präsident, Richard Muffler, blieb wie schon vor vier Jahren bei den Wahlen für den Stadtrat chancenlos. Im Parlament hatte er nicht nur als Teil der Untersuchungskommission gegen Jud von sich reden gemacht, sondern auch mit seiner Kritik an Parteikollege und Stadtrat Bruno Maurer. Maurer wurde im Endeffekt noch nicht mal mehr als offizieller Kandidat unterstützt.

In Opfikon kam das schlecht an. Die SVP büsste drei Sitze im Parlament ein und auch Tan Birlesik, der dritte SVPler, der in den Stadtrat wollte, hatte keine Chancen. Stattdessen erzielte ­etwa Jörg Mäder (NIO@GLP) mit über 1000 Stimmen ein Glanzergebnis – ob es wohl eine Rolle gespielt haben dürfte, dass er ­bisher nicht an der Schlammschlacht teilgenommen hat? Auch die Wahl von Heidi Kläusler (EVP) spricht für diese These. Die Opfiker wollen wieder Harmonie und weniger Geschrei.


manuel.navarro@zuonline.ch (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 16.04.2018, 11:36 Uhr

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