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Jetzt brauchen wir die Siesta!

In der Kolumne «ZUgespitzt» greifen die ZU-Redaktoren Themen aus dem Unterländer Alltag auf.

Seit einer Woche bin ich ­zurück aus meinem Urlaub auf Teneriffa. Habe ich dort noch am Pool und am Strand ­geschwitzt, laufen mir die Schweissperlen nun im Büro ­herunter. Und ganz ehrlich: Die Hitze ist bei uns im Unterland drückender und unerträglicher als im Süden Europas – oder ­besser gesagt am Rande Afrikas.

Teneriffa wurde am ersten Weihnachtstag im Jahr 1495 von den Spaniern erobert. Deren Sitten und Bräuche sind auch nach über 500 Jahren noch fester Bestandteil im Alltag der Bevölkerung auf den Kanarischen Inseln. Eine dieser Angewohnheiten macht mich besonders hellhörig: die Siesta. Bei ihr handelt es sich um den traditionellen spanischen Mittagsschlaf, welcher bis zu zwei Stunden dauern kann. Die Siesta ist auch in vielen anderen wärmeren Ländern üblich, so zum Beispiel in Italien oder Griechenland. Ziel ist es, die Mittagssonne zu meiden.

Irgendwie verstehe ich die Südländer. Hitze und Arbeit, das passt einfach nicht zusammen. Und nun zu meiner Idee: Führen wir die Siesta auch bei uns im Unterland ein. Bevor Sie mich nun für verrückt erklären, rate ich Ihnen, mal kurz nach draussen zu schauen. Hier herrschen südeuropäische Bedingungen. Braune Wiesen, teils kahle Bäume und ausgetrocknete Bäche. Auch temperaturmässig können wir gut mit unseren südlichen Nachbarn mithalten. Und dennoch sitzen wir tagtäglich in unseren unklimatisierten Büros und versuchen irgendwie gegen die Hitze anzukommen.

Das Problem: Die Konzen­tration leidet, die Nerven liegen blank. Und angesichts der Klimaerwärmung dürfte es in den nächsten Jahren immer wieder längere Hitzeperioden geben. Also bitte ich alle Chefs: Gönnen Sie Ihren Mitarbeitern über ­Mittag ein Nickerchen!

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