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Ohne Gespür, kein echter Neuanfang

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Bessere Kommunikation ist eines der erklärten Ziele der Schule Kloten – und einen Neuanfang für die zuletzt arg gebeutelte Sekundarschuleinheit im Spitz. Dort haben Kinder im vergangenen Schuljahr in einzelnen Fächern bis zu neun (!) Fachlehrer kommen und gehen sehen. Zur Eskalation kam es nach der Einstellung eines Schulleiters gegen den Willen eines ganzen Schulhauses. Der entstandene Schaden ist enorm. Lehrer, Eltern, Schulverwaltung und Schulpflege liegen sich in den Haaren, niemand vertraut mehr dem andern. Alle Konfliktparteien haben Anwälte engagiert, es wird gedroht, beschimpft und verzeigt.

Wie in allen Lebenslagen gilt: Kommunikation ist das A und O. Und zwar aufrichtige, transparente und am besten proaktive Kommunikation. Das hat bereits der Bezirksrat als politische Aufsichtsbehörde der Schule Kloten so angemahnt. Aber erst als die unabhängige Evaluationsstelle des Kantons nun mit schlechten Noten zur Schulqualität aufwartet, die sich nicht mehr ignorieren lassen, tut sich etwas.

So gesehen ist der Entscheid zur ersten öffentlichen Infoveranstaltung seit Ausbruch des Konflikts löblich. Doch wenn der höchste Schulvertreter am Ende die Fragerunde der Eltern abwürgt, zeigt das nur, dass noch herzlich wenig Gespür für Kommunikation vorhanden ist. So wird die dringend benötigte Vertrauensbasis nicht wieder aufgebaut. In Kloten muss zuerst eine Aussprache stattfinden, wo Altlasten besprochen und abgehakt werden können. Erst dann wird ein echter Neuanfang gelingen.

Erstellt: 11.11.2015, 14:42 Uhr

Christian Wüthrich, Redaktor (Bild: ZU)

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