Zoo Zürich

Regensberger geben den Koalas ein schönes Zuhause

Am Mittwoch ist die Australienanlage im Zoo Zürich eröffnet worden. Wie schon bei früheren Zoo- Projekten war auch an diesem Bau das Architekturbüro L3P aus Regensberg massgeblich beteiligt. Koalas und Konsorten fühlen sich bereits wohl.

Die Australienanlage des Zoos Zürich ist im ehemaligen Afrikahaus eingerichtet. Links das Koalagehege, das wie die Aussenanlagen eine Atmosphäre ­verbreitet wie im australischen Lebensraum. Die Wand rechts ist als Ausstellung gestaltet. Hier wird über invasive Arten informiert.

Die Australienanlage des Zoos Zürich ist im ehemaligen Afrikahaus eingerichtet. Links das Koalagehege, das wie die Aussenanlagen eine Atmosphäre ­verbreitet wie im australischen Lebensraum. Die Wand rechts ist als Ausstellung gestaltet. Hier wird über invasive Arten informiert. Bild: Hansjörg Straub

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Im Beisein von vielen Ehrengästen hat der Zoo Zürich am Mittwoch die für knapp 10 Millionen-Spendenfranken neu erstellte Australienanlage feierlich eröffnet. Auf einer Fläche von 5500 Quadratmetern ist nach einer vierjährigen Planungs- und Bauphase eine Landschaft entstanden, in welcher sich Kängurus, Emus, der Lachende Hans, Riesenwarane, Felsenwarane, Tannzapfenechsen und Wildkaninchen wie in ihrer Heimat in «Down Under» fühlen. Die heimlichen Stars der neuen Anlage sind jedoch die beiden jungen Koala-Männchen Mikey und Milo.

Denkmalgeschütztes Haus

Für die Realisierung der Hochbauten war die L3P Architekten AG aus Regensberg verantwortlich. Das ehemalige Afrikahaus, das 1965 erstellt worden war und in welchem Nashörner und Flusspferde gezeigt wurden, steht als einziges Gebäude des Zoos unter kommunalem Denkmalschutz. Wie L3P-Mitinhaber und -Geschäftsführer Martin Reusser erklärte, «haben sich die Verhandlungen mit der Denkmalpflege als Herausforderung entpuppt». Schliesslich konnte jedoch eine Einigung erzielt werden.

Während am Gebäude äusserlich nichts verändert werden durfte, ausser einer gründlichen Sanierung des Sichtbetons, wurde es innerlich ausgehöhlt, saniert und neu eingerichtet. «Früher wurden die Tiere im Zoo ausgestellt wie in einem Museum. Heute baut man ganze Landschaften für sie», sagte Reusser. Die Haltung der Nashörner und Flusspferde entsprach nicht mehr den Anforderungen des Tierschutzes.

Wie die Oper von Sydney

Beim Australien-Projekt arbeiteten die Architekten eng mit der Zoo-Leitung und der Vetschpartner-Landschaftsarchitekten zusammen. Für das Regensberger Architekturbüro, das bereits mehrere Bauten im Zoo Zürich erstellt hat, lag die Projektleitung in den Händen von Diana Pfister.

Eine Herausforderung sei auch der Bau der gesamten Haustechnik gewesen, sagte Reusser. Die richtige Beleuchtung, der Wärmebedarf der Tiere oder die Akustik: «Da Koalas recht schreckhafte Tiere sind, wurden die Wände lärmabsorbierend gestaltet», sagte der Architekt. Auch wurde eine dezente Beleuchtung realisiert, welche die Tiere in einem guten Licht zeigt, die Besucher aber im Halbdunkeln lässt.

Martin Reusser zeigte sich sehr zufrieden mit dem Resultat. «Und zudem ist das ehemalige Afrikahaus endlich im richtigen Kontinent angekommen», sagt er. Das Gebäude mit seinen zwei Kuppeln erinnert nämlich stark an die Oper von Sydney.

Vom Zoo zum Naturzentrum

«Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen», sagte an der Eröffnung Zoo-Direktor Alex Rübel. Auch sei der Zoo Zürich auf dem Weg, ein Naturschutzzentrum zu werden. Deshalb wird der Besucherbereich der Australienanlage aufgewertet mit Informationen über fremde Tierarten. Davon können die Australier ein Lied singen.

Ein noch grösseres Projekt

Die Regensberger L3P Architekten AG ist zurzeit mit einem noch grösseren Projekt im Zoo Zürich beschäftigt. Bis 2020 entsteht auf 55 000 Quadratmetern die afrikanische Anlage der Lewa-Savanne. Die Regensberger sind dabei wiederum für die Hochbauten zuständig. «Allein das Hauptgebäude nimmt eine Fläche von rund 3000 Quadratmetern in Anspruch», erklärte Martin Reusser.Seite 21 (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 28.03.2018, 17:26 Uhr

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