Kloten

Regierungsrat muss bessere Argumente gegen Klotener Puck-Kreisel liefern

Das Zürcher Tiefbauamt fordert Kloten ultimativ auf, eine angeblich illegale Situation auf dem bekannten Puck-Kreisel zu beheben. Das provoziert nun eine Anfrage an den Regierungsrat.

Der Klotener «EHC-Kreisel» sorgt für Unmut in Zürich, was man in Kloten nicht verstehen kann. Die Krux liegt in der Beurteilung des Kantons, der das Club-Logo auf dem Puck als kommerzielle Werbung sieht.

Der Klotener «EHC-Kreisel» sorgt für Unmut in Zürich, was man in Kloten nicht verstehen kann. Die Krux liegt in der Beurteilung des Kantons, der das Club-Logo auf dem Puck als kommerzielle Werbung sieht.

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Das Unverständnis über die Haltung der Zürcher Kantonsbehörden ist gross in Kloten. «Jetzt hat es mir den ‹Nuggi› rausgehauen», tönt es von Mark Wisskirchen, als er von der «Sturheit» der Obrigkeit aus Zürich erfährt. Auslöser der energischen Reaktion des Klotener EVP-Stadtrates ist die jüngste Ankündigung des kantonalen Tiefbauamtes.

Kloten werde schriftlich eine letzte Frist gesetzt zur Behebung der inzwischen illegalen Situation auf dem Kreisel an der Schaffhauserstrasse beim Hotel Welcome Inn. Dort steht seit fünf Jahren ein Riesenpuck mit dem EHC-Kloten-Logo. Der ungewöhnliche Kreiselschmuck ist einer Jubiläumsaktion des Hockeyclubs entsprungen und für viele zu einem vertrauten Symbol der langjährigen Eishockeytradition vor Ort geworden.

«Keine plausiblen Gründe»

Nun soll zumindest das Logo oder sonst gleich der ganze Puck entfernt werden, da es sich um kommerzielle Werbung handle, urteilen die kantonalen Behörden. Weil Mark Wisskirchen aber nicht nur Klotener Stadtrat, sondern derzeit auch der einzige Klotener Vertreter im Zürcher Kantonsparlament ist, sieht er sich jetzt genötigt, eine Anfrage direkt an die Kantonsregierung zu lancieren.

«Ich habe bislang keine plausiblen Gründe für das unverständliche Vorgehen gehört», echauffiert sich der Mitte-Politiker. Dabei habe er zuletzt sogar ermutigende Zeichen vom zuständigen Regierungsrat Martin Neukom (Grüne) bekommen, als er ihn auf den Fall angesprochen habe.

Rechtliche Klarheit gefordert

Wie für viele ist auch für Wisskirchen unverständlich, wieso im Gegensatz zum Sportsymbol eine Flugzeugheckflosse samt Schweizerkreuz auf einem anderen Klotener Kreisel als nicht-kommerzielle Werbung beurteilt wird. Er wittert einen «Schreibtischtäter» hinter der Aktion.

«Ich will nun konkret lesen was juristisch erhärtet ist. Die sollen das hieb- und stichfest begründen», sagt er an die Adresse des Regierungsrates. Wegen der Herbstferienpause kann die Anfrage allerdings erst am 21. Oktober eingereicht werden. «Ich hoffe, das ist nicht zu spät», sagt Wisskirchen.

Erstellt: 02.10.2019, 18:12 Uhr

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