Glattfelden

Restatement kostet 14 Tage Finanzsekretär

Das Vermögen der Glattfelder wird neu bewertet. Der Preis für dieses Restatement war freilich schon vor der Gemeindeversammlung bezahlt.

Die 68 anwesenden Stimmberechtigten Glattfelder haben die Jahresrechnung ohne Gegenstimme verabschiedet.

Die 68 anwesenden Stimmberechtigten Glattfelder haben die Jahresrechnung ohne Gegenstimme verabschiedet. Bild: mcp

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Die Jahresrechnung 2017 bescherte Glattfelden ein Plus von knapp 430 000 Franken. Damit stieg das Eigenkapital des Dorfes auf 24,7 Millionen Franken an. Per 2019 wird dieser Betrag freilich auf rund 41 Millionen ansteigen. So viel macht das Restatement aus, jene Neubewertung des Verwaltungsvermögens, der die Gemeindeversammlung am Dienstag zugestimmt hat. Hinter dem Restatement steht das Prinzip von «True and fair».

Dieses Kernanliegen des HRM2 besagt, dass eine Gemeinde in den Büchern die tatsächlichen Werte ihre Immobilien, ihre Infrastruktur oder Fahrzeuge abbilden soll. Das Restatement erhöht das Vermögen, allerdings muss dieses nun auch wieder abgeschrieben werden, quasi ein zweites Mal, was die Aufwandseite der Erfolgsrechnung belastet.

Restatement längst gemacht

Der Gemeinderat hatte sich für das Restatement ausgesprochen, sein Hauptargument war dabei, dass Abschreibungen neu dem tatsächlichen Wertverlust entsprechen und so die Jahresrechnungen aussagekräftig seien. Zuvor war aus dem Plenum die Frage aufgetaucht, wie viel die Umsetzung denn eigentlich kosten würde. Die Antwort gab Finanzsekretär Martin Bühlmann: «Ich habe etwa 14 Tage für die Neubewertung gebraucht.» Das heisst freilich auch: Um das Dafür und Dawider des Restatements abwägen zu können, muss die Neubewertung ohnehin ausgerechnet werden.

Weiter haben die 68 anwesenden Stimmberechtigten (2,2 %) die Jahresrechnung ebenfalls ohne Gegenstimme verabschiedet. Während dabei fast alle Kapitel das Budget überschritten, sorgten Sonderfaktoren wie die Auflösung der BVK-Rückstellungen und ein grosser Grundstückgewinnsteuerfall dafür, dass die Rechnung gegenüber dem veranschlagten Minus von rund 800 000 Franken um 1,2 Millionen positiver schloss. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.06.2018, 17:38 Uhr

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