Bülach

Robin Hood im Spitalwald

Robin Hood steht ein für Gerechtigkeit, nimmt den Reichen und gibt den Armen. Diese bekannte Geschichte können Kinder und Familien im Spitalwald in Bülach live miterleben.

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Die rund vierzig Schulkinder aus Zürich plappern noch munter, als die «Försterin» alias Tatjana Sebben sie bei der Bushaltestelle am Waldrand von Bülach abholt. Mit ihr geht es schwatzend gleich weiter in den Wald hinein. Beim ersten Halt wissen die Kinder noch nicht, ob sie das jetzt gut ­finden sollen, bei Kälte und Nässe in den Wald zu stapfen.

Doch das ändert sich schnell, denn plötzlich raschelt es hinter ihnen. Alle drehen sich um. Eine Person kommt zwischen den Bäumen angerannt. Sie hat einen roten Hut auf. Es ist tatsächlich Robin Hood, der gleich zeigen wird, wie gut er mit Pfeil und Bogen ein Wildschwein erlegen kann.

Eintauchen in die Geschichte

Jetzt sind die Kinder aufmerksam bei der Sache. Bald gesellt sich auch «Mitch» dazu, dargestellt von Schauspieler Livio Andreina, der gleichzeitig Regisseur des Stücks ist. Er wird Robin Hood als Gefährte während der ganzen Geschichte zur Seite stehen und dabei auch noch in andere Rollen schlüpfen.

Als Robin Hood, dargestellt von Patrick Slanzi, die Kinder dazu auffordert, ihn bei seinem Abenteuer und auf dem Weg in den Geisterwald zu begleiten, stapfen diese mit den Begleitpersonen aufmerksam und mutig entschlossen weiter in den Wald hinein. An verschiedenen Stationen ent­wickelt sich die bekannte Erzählung vom mutigen und starken Robin, der die Reichen beklaut und den Armen gibt, auf kindgerechte, eindrückliche Art weiter.

Wie eindrücklich, zeigt sich kurz darauf, als eine hungernde Bäuerin – ebenfalls gespielt von Tatjana Sebben – auftaucht. Sie erzählt vom bösen Sheriff von Bülach, der den Armen nichts übrig und sie hungern lässt. Die Kinder gehen jetzt völlig im Geschehen auf und sind kaum mehr zu halten. Immer wieder versuchen sie ihr Znüni, ihr Darvida oder ­andere Snacks der armen Frau anzubieten. Nein, es kann nicht sein, dass jemand vor ihren ­Augen Hunger leiden muss.

Bereichernd für alle

Die Identifikation mit dem Helden Robin Hood ist jetzt voll da. Die Kinderschar wird immer wieder ins Spiel miteinbezogen und hilft jetzt auch aktiv mit gegen die Bösen. Als Vierter im Bunde der Schauspieltruppe tritt Marius Kob mit seinen Handfiguren auf. Diese lässt er in meist bösen Rollen ins Spiel einfliessen.

Auch einen Halt bei einer Waldhütte gibt es noch. Zu­sammen verpflegen sich hier die Schauspieler und Kinder und singen am Feuer. Es sind zwei abenteuerliche Stunden, die wie im Flug vergehen. Und wie Regisseur Livio Andreina, der zusammen mit Lukas Bärfuss als Autor 2020 das Einsiedler Welttheater neu inszeniert, sagt: «Es sind ­lebendige Bilder, die wir den Kindern mitgeben können in einer solchen Umgebung. Die Zusammenarbeit mit dem Team und den Kindern hier in dem Wald ist unglaublich bereichernd.»

Selbstverständlich gibt es ein Happy End, und die Kinder essen nach so viel Aufregung glücklich ihr mitgebrachtes Zvieri, bevor es müde, aber mit neuen Inspirationen wieder auf den Heimweg geht.

Erstellt: 06.12.2017, 17:33 Uhr

Infobox

Die interaktive Räuberjagd im Bülacher Spitalwald ist für Kinder ab 7 Jahren. Am Sonntag, 10. und 17. Dezember, finden noch öffentliche Aufführungen von 14 bis 16 Uhr statt. Start und Treffpunkt: Haltestelle Hinterbirch. Tickets à 10 Franken für Kinder, 15 Franken für Erwachsene. Ausrüstung: wetterfeste, warme Kleidung und gutes Schuhwerk.

Hier geht es zur Website.

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